Zwölf Asylbewerber erhalten nach VHS-Kurs Zertifikate
Leben in Deutschland

Ziel der VHS-Kurse ist es, Asylbewerber in ihren Lebenssituationen zu unterstützen. Sie erhalten die Möglichkeit, landeskundliches Wissen und einfache Deutschkenntnissen zu erwerben. Geschäftsführerin Erika Grötsch überreichte am Donnerstag die Zertifikate an die Teilnehmer. Bild: dob
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Vohenstrauß
18.06.2016
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Nach wochenlangem Büffeln und 300 Stunden Unterricht täglich von 9 bis 13 Uhr war es am Donnerstag für zwölf Asylbewerber soweit: VHS-Geschäftsführerin Erika Grötsch überreichte ihnen die verdienten Zertifikate. Sie bestätigen den Frauen und Männern, dass sie erfolgreich an den 6 Modulen mit jeweils 50 Unterrichtseinheiten teilgenommen haben.

Sitten und Gebräuche


Von zu Beginn 29 Asylbewerbern blieben 12 übrig, die Durchhaltevermögen und Ausdauer gezeigt hatten. Der Kurs lief in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Weiden-Neustadt, informierte Grötsch. Die Inhalte der Module waren an die Bedürfnisse der Asylbewerber nach einer ersten Orientierung in der Bundesrepublik ausgerichtet: Alltag, Arbeit, Einkaufen, Gesundheit, medizinische Versorgung und Mediennutzung in Deutschland, Sitten sowie Gebräuche, aber auch Sprechen über sich und andere Personen und soziale Kontakte oder Kindergarten und Schule.

Das Zusammenleben und die Wertevermittlung wurden mit Richterin Susanne Pamler vom Amtsgericht Tirschenreuth behandelt. Um die sprachlichen Barrieren zu meistern, war Hannan Arianta aus Nürnberg als Arabisch-Dolmetscherin gekommen.

Nur Teilnehmer, die bei mindestens 80 Prozent der Unterrichtsstunden dabei waren, bekamen die Zertifikate. Jeweils fünf Iraker und Syrer, ein Aserbaidschaner und eine Iranerin nahmen die Zeugnisse entgegen.
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