Zwölf-Stunden-Aktionstag der Feuerwehr Oberlind
Von Brand bis Kopfverletzung

Die Jugendfeuerwehr Oberlind absolvierte einen anstrengende Zwölf-Stunden-Aktionstag. Unter anderem mussten sie bei einem angenommenen Motorrad-Unfall den Fahrer retten, der von der Straße abgekommen und eine steile Böschung hinabgestürzt war. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
05.08.2016
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Für die Feuerwehranwärter Valentin Kellner, Vinzenz Kellner, Paulus Kellner, Moritz Lemser, Till Lemser und Melvin Mazzei war es kein leichtes Unterfangen. Zwölf Stunden forderte Kreisbrandmeister Markus Kindl die Nachwuchskräfte beim Jugend-Aktionstag, bei dem kaum Zeit zum Verschnaufen blieb.

Oberlind. Der Tag war ausgefüllt mit kniffligen Einsätzen und viel Theorie im Gerätehaus. Sinn dieses Aktionstags war es, die Jugendlichen gezielt auf mögliche Einsatzszenarien vorzubereiten, informierte Kindl. Deswegen waren auch die Ausbilder, zweiter Kommandant Albert Herrmann, Michldorfs Kommandant Harald Dirnberger und Heinrich Rewitzer aus Vohenstrauß mit von der Partie.

Bushäuschen in Flammen


Der erste Alarm führte die Nachwuchskräfte nach Unterlind, wo ein Passant eine brennende Zigarette in den Abfalleimer des Bushäuschens geworfen hatte, das dann lichterloh in Flammen stand. Brandbekämpfung, Eigensicherung, Aufstellen der Verkehrswarnleuchten und der Warndreiecke sowie das präzise Verlegen von Schlauchleitungen mit Hilfe von Schlauchbrücken über Verkehrswege waren hier gefragt. Zurück im Feuerwehrhaus erläuterten die Ausbilder die Grundsätze, nach denen es Feuerwehranwärtern vom 16. bis 18. Lebensjahr erlaubt ist, außerhalb des Gefahrenbereichs an realen Einsätzen mitzuwirken.

Schon stand eine weitere Alarmierung an. Ein Motorradfahrer war bei Straßenhäuser von der Straße abgekommen und über eine steile Böschung gestürzt. Der Biker blieb am Rande eines Auffangbeckens liegen. Dabei zog er sich schwere Kopfverletzungen und mehrere Brüche zu. Die Jugendfeuerwehrleute sicherten die Unfallstelle ab und retteten den Mann. Auf dem sofort errichteten Verbandsplatz wurde der Zweiradfahrer bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes versorgt und betreut.

Nach diesen beiden Einsätzen stand die Pflege des Gerätehauses auf dem Programm, bevor sich Knotenkunde anschloss. Etwas lebhafter ging es bei der Funkübung in Form einer Schnitzeljagd zu. In mehreren Gruppen suchten die Feuerwehrleute verschiedene Punkte in Oberlind auf und lösten die Aufgaben. Schwierigkeit war, dass die Antworten stets als korrekter Funkspruch übermittelt werden musste.

Nach dieser Übung klärte Heinrich Rewitzer die jungen Leute über das richtige Verhalten im Straßenverkehr, den Weg zum Gerätehaus und zum Einsatz, auf. Rewitzer besprach ebenso das richtige Absichern von Einsatzstellen. Dieser Unterricht wurde anschließend in einer weiteren Übungseinheit nochmals genau durchexerziert. Ein Fahrzeug war zu diesem Zweck gegen eine Scheune gefahren. Im nächsten Szenario lernten die Probanden, wie man sich Zugang in das Innere eines Unfallwagens verschafft, wenn sich dort verletzte Personen nicht selbst befreien können.

Grundsätze der Ersten Hilfe


"Derartige Szenarien wurden bereits im März in einem dreitägigen Ausbildungsmodul von den Aktiven der Oberlinder Wehr geübt", versicherte Kindl. Harald Dirnberger kam als Helfer vor Ort aus Leuchtenberg zu den Jugendlichen und erläuterte die Grundsätze der Ersten Hilfe anhand vieler praktischer Beispiele. "Die Jugendlichen zeigten große Anstrengungsbereitschaft, Ausdauer und großes Interesse an dieser Ganztagesaktion", war Kindl begeistert von seinen Schützlingen.

Die Jugendlichen zeigten große Ausdauer und großes Interesse an dieser Ganztagesaktion.Kreisbrandmeister Markus Kindl
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