Altgediente kümmern sich selbst um Nachfolger

Lokales
Vorbach
13.12.2014
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"Feldgeschworene tragen zur Akzeptanz amtlicher Messergebnisse bei und sind allseits geachtet." Mit diesen Worten würdigte Bürgermeister Werner Roder in der Sitzung des Gemeinderats das 30-jährige Wirken von Emil Lehner und Ludwig Schwemmer.

Zum Jahresende treten die Feldgeschworenen für die Gemarkung Oberbibrach aus gesundheitlichen und Altersgründen nach "vorbildlicher Pflichterfüllung" von ihren Ehrenämtern zurück, so Roder. Nachfolgeprobleme gibt es nicht: Lehner und Schwemmer haben sich selbst darum gekümmert. Sie empfahlen mit Hubert Lins und Stefan Kastner ein neues und gestandenes Duo.

Die Bestellung der beiden Oberbibracher durch den Gemeinderat erfolgte einstimmig. Ihr neues Ehrenamt werden sie mit Wirkung zum 1. Januar 2015 antreten. Emil Lehner und Ludwig Schwemmer werden offiziell in der nächsten Bürgerversammlung verabschiedet.

Die Jugendarbeit hat besonders auf dem Land einen hohen Stellenwert. Vielfältig ist das Angebot der Vereine zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Die Gemeinde trägt diesem Einsatz mit einer Breitensportförderung sowie pauschalen Zuwendungen an Vereine mit Jugendgruppen Rechnung. Einstimmig billigten die Räte für das Jahr 2014 eine freiwillige Jugendförderung in Höhe von insgesamt 3098 Euro.

Die Zuwendungen verteilen sich wie folgt: FC Vorbach 1416 Euro, Schützenverein St. Sebastian Oberbibrach 498 Euro, Tennisfreunde Oberbibrach 341 Euro, Sportkegler Vorbach 243 Euro, Jugendfeuerwehr Vorbach 150 Euro, Jugendfeuerwehr Oberbibrach 150 Euro sowie KLJB Vorbach, KLJB Oberbibrach und Motorradclub Oberbibrach je 100 Euro.

"Klima der Vernunft"

Zum versöhnlichen Ausklang der Jahresschlusssitzung gehörte ein Lob des Bürgermeisters für seine Stellvertreter Angelika Thurn und Gerhard Retzer sowie an Gemeinderat, Verwaltung und Bauhof. Roder sprach von einem "Klima der Vernunft" und einer guten Zusammenarbeit zum Wohl der Kommune.

Über 90-prozentige Einstimmigkeit bei den Gemeinderatsbeschlüssen zeuge vom hohen Grad an Übereinstimmung. In seinen Dank schloss das Gemeindeoberhaupt das VG-Gremium, die Bürgermeisterkollegen aus Schlammersdorf und Kirchenthumbach sowie die VG-Mitarbeiterinnen der Gemeinde Vorbach, Rosi Lautner und Maria Müller, ein.

"Vorbach ist arm und trotzdem schuldenfrei", bilanzierte Eduard Stopfer (Freie Wähler) den Ist-Zustand der Kommune. Der FW-Sprecher bescheinigte dem Bürgermeister einen souveränen Führungsstil und viel Verhandlungsgeschick. Dem gesamten Gremium dankte Stopfer für das gute Miteinander. Lob an die neuen Ratsmitglieder gab es für den nahtlosen Übergang nach der Kommunalwahl.

Vertrauen wichtig

Als Hauptaufgabe des Gemeinderats betrachtet Marga Kreutzer (CSU) die Vertretung der Bürgerinteressen im Gremium. "Wir wollen die Wünsche der Bevölkerung in den Rat tragen", formulierte das dienstälteste Mitglied des Gremiums das Ziel der CSU-Gemeinderäte. Bei der Beratung der Anliegen seien Meinungsverschiedenheiten normal. Wichtig sei ein vertrauensvolles Gesprächsklima, stellte Kreutzer fest und bestätigte dem Bürgermeister gute Arbeit.
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