Anders geht es nicht

Lokales
Vorbach
03.03.2015
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Normalerweise hält er nichts von dem Begriff "alternativlos": In diesem Fall aber, räumte Werner Roder als Vorsitzender des Wasserzweckverbandes Vorbacher Gruppe ein, sei er angebracht.

Entsprechend haben die Verbandsräte in ihrer Sitzung einstimmig die weiteren Weichen für die Notverbundleitung von Voita nach Höflas gestellt. Knapp 170 000 Euro sollen investiert werden.

Mehrere Varianten waren im Gespräch, um die Versorgungssicherheit zu verbessern. Ausgangspunkt der Überlegungen war die Tatsache, dass - sollte die Wasserleitung vom Hochbrunnen her brechen oder das Wasser aus den beiden Tiefbrunnen für eine bestimmte Zeit nicht eingespeist werden können - das Verbandsgebiet aktuell nicht mit Trink- und Löschwasser versorgt werden könnte.

Roder wies darauf hin, dass es eine behördliche Auflage sei, bis Ende 2016 einen Trinkwassernotverbund herzustellen. Ausführlich erläuterten er sowie Diplom-Ingenieur Josef Schieder vom Ingenieurbüro Zwick aus Weiden verschiedene Varianten, beleuchteten die Fließgeschwindigkeiten und zeigten Vor- sowie Nachteile auf.

Die aus Sicht der Ingenieure, des Wasserwirtschaftsamts und des Vorsitzenden sinnvollste Vorgehensweise lässt sich rechtlich allerdings nicht umsetzen, da betroffene Grundstückseigentümer einer Dienstbarkeitsbestellung nicht zustimmen. "Da haben auch mehrere Gespräche nichts geholfen", berichtete Roder. Mit der nun gefundenen Variante könnten alle Beteiligten aber ebenfalls leben.

Sämtliche Varianten bewegten sich kostenmäßig zwischen 160 000 und 170 000 Euro. "Der Zweckverband hat dieses Geld aber nicht", informierte der Vorsitzende. Die Notverbundleitung könne nur über höhere Verbrauchsgebühren und/oder Verbesserungsbeiträge finanziert werden.

Roder schlug vor, von den Grundstückseigentümern beziehungsweise Erbbauberechtigten einen einmaligen Verbesserungsbeitrag zu erheben. Er schätzte vorsichtig - ohne Gewähr -, dass im Schnitt wohl weniger als 200 Euro auf die (potenziellen) Anschlussnehmer zukommen. Im Idealfall könnte im April oder Mai mit der Ausschreibung begonnen werden und die Vergabe spätestens im Juni erfolgen, so dass die Arbeiten bis Mitte November abgeschlossen sein könnten.

Der Vorsitzende erinnerte daran, dass die Leitung nach Voita zum Wasserzweckverband Creußener Gruppe für einen Fall gebaut werde, der hoffentlich nie eintreten werde. "Diese Maßnahme ersetzt aber nicht eine mögliche Ringleitung", machte er deutlich. Bei diesem Projekt werde man sich in ganz anderen - höheren - finanziellen Regionen bewegen.
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