Der Herbst beginnt bunt

Großer Andrang am CD-Koffer. Lange waren die Raith-Schwestern im Gemeindezentrum von Fans umlagert.
Lokales
Vorbach
30.09.2014
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Zünftig-krachert, nachdenklich, authentisch: So präsentierten sich "D'Raith-Schwestern & da Blaimer" am Freitagabend in Vorbach. Im zweistündigen Programm bewiesen sie, dass schlechtes Wetter für gute Stimmung sorgen kann.

Sie sind Botschafter ihrer Heimat - die Tanja, die Susi und der Andi. Dasselbe gilt für die Mitmusiker Gerald und Marco. Und ebenfalls auf der Bühne stand der Basti, der gemeinsame Sohn von Tanja und Andi. Irgendwie war es ein großes Familientreffen, zu dem "D 'Raith-Schwestern & da Blaimer" eingeladen hatten. Zum Auftakt des Vorbacher Kulturherbstes sorgten sie mit dem neuen Programm "I mogs bunt" für tolle Stimmung.

Bunt - das galt nicht nur für die Kleidung der Akteure auf der Bühne. Die quergestreiften Strumpfhosen brachten einen Hauch von Pippi Langstrumpf ins Gemeindezentrum und Reggae-Klänge sorgten auch musikalisch für Abwechslung. Das alles kam an, genau wie der bayerwaldlerische Dialekt aus dem oberpfälzisch-niederbayerischen Grenzgebiet. Schnell waren die Zuhörer in der Lebenswelt der Künstler angekommen - völlig egal, ob durch die Lieder oder die Geschichten.

"Loch amal", "Alloa is im Himmel ned schee", "Mei, bist Du a Scheena" oder "Oamselinga Lem" - das waren Lieder, die die Schwestern mit Witz, tollen Stimmen und Leidenschaft darboten. Auch "da Blaimer" steuerte Gesangliches bei - beispielsweise seine Abneigung gegen "Silikon-Titti" oder die Klage des alternden Mannes, dem die Füße jucken. Sehr gelungen war auch die Anekdote der Schwestern über die ersten Schallplatten, die sie bekommen haben. "Weine nicht, kleine Eva - das prägt Dich das ganze Leben", stellte Tanja fest.

Höhepunkt des Abends war der durch das schlechte Wetter geborene "August-Frust-Song", der es eher zufällig zum bayerischen Sommer-Hit schaffte. Der ganze Saal wurde zum Chor: "I war ned oamol no im Weiher heier!". Viel Applaus bekamen die wilden Schwestern und ihre Begleitung auch für den "Friedensjodler", das "Zeitlang"-Lied und die Suche nach dem "Gesunden Menschenverstand". Tosender Applaus für die Künstler, die erst nach mehreren Zugaben die Bühne endgültig verlassen durften - dafür aber noch lange CDs und Autogrammkarten signierten.
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