Die Zeit drängt

Lokales
Vorbach
30.10.2015
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Eine Vielzahl von Abwasserkanälen in der Gemeinde Vorbach ist über 50 Jahre alt. "Ein Zukunfts-Problem", sagt Bürgermeister Werner Roder dazu. Denn viele Leitungen sind beschädigt, Abwasser versickert im Boden. Was heute versäumt wird, kostet morgen eine Menge Geld. Eine Untersuchung soll nun endgültige Klarheit bringen.

Triebfeder ist für den Bürgermeister das bayerische Sonderförderprogramm für die Erstellung von Kanalkatastern in kleineren Gemeinden und Zweckverbänden. Pro laufendem Meter beträgt die Förderung einen Euro; neun Kilometer Leitungsnetz hat die Gemeinde zu unterhalten. Das sind 9000 Euro, die Vorbach gut gebrauchen kann. Allerdings läuft der Förderzeitraum Ende des Jahres aus - höchste Zeit, einen Zuschussantrag zu stellen.

Wichtig ist für Werner Roder, dass sich die Erfassung des Kanalnetzes nicht nur auf die Lage der Trassen und die Koordinaten der Schachtdeckel beschränkt. Vielmehr soll die Zustandsanalyse detaillierten Aufschluss über den Ist-Zustand der Leitungen geben. Diesem Zweck dient eine Kamera-Befahrung des gesamten Systems. Der Bürgermeister nannte weitere Mindestanforderungen für einen Auftrag und bezeichnete die optische Inspektion der Kanäle einschließlich des öffentlichen Teils der Hausanschlüsse - nach vorausgehender Reinigung und Dichtheitsprüfung - als Grundvoraussetzung für weitere Entscheidungen.

Diese sollen in Zusammenarbeit mit Kirchenthumbach und Schlammersdorf, den beiden anderen Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft, und dem Abwasserzweckverband Schlammersdorf-Vorbach gefasst werden. Denn Roder hofft auf ihre Beteiligung: "Dann wird's für alle Gemeinden und den Zweckverband kostengünstiger."

Vom Gemeinderat erhielt der Rathauschef "freies Geleit", im Programm "Kanalkataster" einen Förderantrag zu stellen und die Vorstellungen der Nachbargemeinden und des Abwasser-Zweckverbandes in Einklang mit den Vorbacher Wünschen zu bringen. Der einstimmig gefasste Beschluss des Gremiums enthielt auch die Vollmacht zur Beauftragung eines geeigneten Fachbüros.
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