Ehrenmedaille als Dankeschön

Lokales
Vorbach
30.12.2014
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Die formelle "Wachablösung" ging schon vor einigen Monaten über die Bühne, jetzt folgte die feierliche Verabschiedung und Würdigung: 18 Jahre lang hatte Willi Hofmann an der Spitze des Wasserzweckverbands "Vorbacher Gruppe" gestanden.

Bürgermeister Werner Roder, der auch neuer Vorsitzender des Wasserzweckverbandes ist, verlieh dem langjährigen Gemeinderat die Ehrenmedaille der Kommune. "Der Wasserzweckverband war für Dich eine Lebensaufgabe und eine Herzensangelegenheit", sagte Roder dabei. Diese Aufgabe habe Hofmann stets mit profundem Fachwissen, großer Erfahrung und vorbildlichem Einsatz erfolgreich gemeistert.

Der Bürgermeister erinnerte an das Jahr 1996, als Hofmann in einer Stichwahl erstmals zum Vorsitzenden des Wasserzweckverbands gewählt worden war. 2002 und 2008 gab es jeweils einstimmige Bestätigungen im Amt. "Heute weiß jeder in Vorbach, Schlammersdorf und darüber hinaus, wer der 'Wasser-Willi' ist", sagte Roder.

SOS als Motto

Die Tätigkeit Hofmanns habe unter dem Motto SOS - Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit - gestanden. "Für Willi standen immer die Pflicht und das Gemeinwohl vor privaten Interessen", betonte der Bürgermeister.

Exemplarisch erinnerte er an einige Baumaßnahmen, die unter der Regie Hofmanns umgesetzt worden waren: die Erschließung verschiedener Baugebiete in Vorbach, Oberbibrach und Schlammersdorf, die Sanierung des Tiefbrunnens, die Renovierung des Maschinenhauses und des Hochbehälters sowie die Erneuerung zahlreicher Wasserleitungen. Großes Augenmerk habe Hofmann auch stets auf den Trinkwasserschutz und einen annehmbaren Wasserpreis für die Bürger gelegt.

"Der Willi war nicht nur Verbandsvorsitzender: Er war in Personalunion auch Technischer Leiter und über zahlreiche Monate hinweg auch Wasserwart", blickte Roder zurück. Auf diese Weise habe Hofmann dem Verband und damit allen Bürgern viel Geld gespart: "Du warst ein Glücksfall für den Wasserzweckverband."

Auch kurz vor dem Abschied als Vorsitzender habe Hofmann noch "Pflöcke für die Zukunft" eingerammt: Er habe die Basis für den Wassernotverbund zwischen Creußen und Vorbach gelegt und die Weichen in Richtung Ringleitung gestellt.

Zuvor nur zwei Träger

In seiner langen Tätigkeit habe sich Willi Hofmann aber nicht nur um den Wasserzweckverband verdient gemacht, sondern auch um die Heimatgemeinde, machte der Bürgermeister deutlich. Deswegen habe der Gemeinderat einstimmig beschlossen, Hofmann die Ehrenmedaille der Kommune zu verleihen.

Er ist erst der dritte Träger dieser Auszeichnung, die bisher nur an den langjährigen Wasserwart Christoph Seemann und an Ehrenbürger Adolf Meier ging.

Willi Hofmann dankte für die lobenden Worte und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, zufrieden auf das Geleistete zurückschauen zu können. "Die Aufgaben konnten reibungslos erledigt werden", stellte er fest. Es habe nie Unfälle gegeben, die Wasserverluste hätten auf ein Minimum gesenkt werden können, die Gebühren seien auf relativ geringem Niveau geblieben.

Er bedauerte, dass es nicht gelungen sei, den Technischen Part des Wasserzweckverbandes an die Verwaltungsgemeinschaft zu übergeben, auch das Nitrat-Problem beim Tiefbrunnen sei noch nicht gelöst.

Große Dankbarkeit bringe er, hob Hofmann hervor, all jenen entgegen, die ihm in den vergangenen 18 Jahren bei seiner Arbeit zur Seite gestanden waren - dies sei neben seiner Ehefrau Victoria besonders Wasserwart Manfred Melchner gewesen.
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