Einstimmig für Haushalt

Lokales
Vorbach
20.06.2015
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Ein Zahlenwerk, dem alle zustimmen können - so präsentierte sich der Haushalt 2015 der Gemeinde Vorbach. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 2,799 Millionen Euro, davon entfallen 2,104 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt. Dessen Volumen ist damit nur minimal geringer als im Vorjahr.

Der größte Einnahmeposten ist die Gewerbesteuer mit 650 000 Euro (2014: 600 000 Euro) vor dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 524 600 Euro (480 000 Euro), erläuterten Kämmerer Michael Eisner und Bürgermeister Werner Roder in der Juni-Sitzung des Gemeinderats. Es folgen Gebühren und Abgaben mit 170 900 Euro, Zuweisungen und Zuschüsse mit 111 800 Euro sowie die Grundsteuer B mit 100 500 Euro. Bei den Schlüsselzuweisungen, die im Vorjahr noch mit 163 800 Euro angesetzt waren, steht 2015 eine Null.

Die größten Investitionen

Der dickste Brocken bei den Ausgaben ist die Kreisumlage mit 545 000 Euro (2014: 536 200 Euro). Ebenfalls beträchtlich sind die Umlagen an Zweckverbände mit 350 000 Euro (322 200 Euro), der Unterhalt des unbeweglichen Vermögens mit 223 400 Euro (132 150 Euro) sowie die Personalausgaben mit 175 600 Euro (173 850 Euro). Die Zuführung zum Vermögenshaushalt liegt bei 65 600 Euro (253 950 Euro).

Das Volumen des Vermögenshaushalts umfasst 695 000 Euro. Investitionsschwerpunkte sind der Radweglückenschluss Oberbibrach-Speinshart (371 600 Euro), der Grunderwerb (104 000 Euro), die teilweise Erneuerung der Leuchtköpfe der Straßenlampen (36 300 Euro), Straßenbaumaßnahmen (31 000) und Planungskosten für eine einfache Dorferneuerung Vorbach III (30 000 Euro). Außerdem sind eine neue Möblierung für den Saal des Gemeindezentrums (25 000 Euro) und ein Fahrzeugersatz für den Bauhof (17 000 Euro) vorgesehen.

Minimale Schulden

Um die Projekte zu finanzieren, müssen auch 262 800 Euro aus den Rücklagen entnommen werden. Neue Schulden sind nicht geplant, vielmehr soll der eh schon minimale Schuldenstand von 32 000 Euro auf 24 700 Euro sinken. Die Rücklagen werden sich zum Jahresende voraussichtlich auf knapp 1,1 Millionen Euro belaufen.

Aller guten Zahlen zum Trotz warnte Bürgermeister Werner Roder vor Euphorie. "Die Steuereinnahmen 2014 und 2015 basieren auf Vorauszahlungen", machte er deutlich. Die Kommune müsse mit der Gefahr möglicher Steuerrückzahlungen leben und sich darauf nachhaltig einstellen. Roder dankte Kämmerer Michael Eisner, der ein Jahr im Amt sei und seine Arbeit sehr gut mache.

Da der Vorstellung des Haushalts im Gemeinderat offensichtlich ausführliche Beratungen im Finanzausschuss vorausgegangen waren, verzichteten die Fraktionen auf Stellungnahmen - das Gremium genehmigte den Plan einstimmig.
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