"Es gibt Hoffnung"

"Der Einsatz für Frieden und Freiheit zahlt sich aus." Und deshalb rief Bürgermeister Werner Roder jeden Einzelnen zum Engagement dafür auf. Bild: ewt
Lokales
Vorbach
18.11.2014
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"Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, es war noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten."

Mit diesen Worten von Bert Brecht über die furchtbaren Auswirkungen des Krieges begann Bürgermeister Werner Roder am Kriegerdenkmal in Oberbibrach seine Rede zum Volkstrauertag. In Vorbach hatte schon am Vorabend eine Gedenkfeier stattgefunden, die die Krieger- und Soldatenkameradschaft mitgestaltete.

Brechts Aussage hat laut Bürgermeister Werner Roder nichts von ihrer Aktualität verloren. "Ob die Welt nach einem dritten Weltkrieg noch auffindbar wäre, wissen wir nicht. Aber eines ist sicher: Die Welt, wie wir sie kennen, wäre nach einem dritten Weltkrieg nicht mehr vorhanden", stellte er nachdenklich fest.

"'Nie wieder Krieg, nie wieder Gewaltherrschaft', das ist die Erkenntnis, die wir aus beiden Weltkriegen ziehen müssen", forderte Roder. Doch das sei leichter gesagt als getan, denn von einer friedvollen Welt seien die Menschen noch weit entfernt. Der Bürgermeister führte Beispiele dafür an: "Russland annektierte die Krim. Im Osten der Ukraine tobt ein Krieg. In Syrien herrscht seit Jahren ein erbitterter Kampf. Zwischen Israel und den Palästinensern gibt es immer wieder Auseinandersetzungen. Und im Norden des Irak mordet und marodiert der Islamische Staat."

Und trotzdem: "Ich denke, es gibt durchaus Hoffnung. Der Einsatz für Frieden und Freiheit zahlt sich aus." Als Beispiel nannte Roder die Politiker in Europa, die sich für Verständigung und Frieden einsetzen, und die DDR, die ein Symbol für einen friedlichen Wandel sei. "Jeder von uns ist aufgerufen, sich in seinem persönlichen Umfeld, in der Familie, am Arbeitsplatz und auch in der Freizeit mutig für Frieden und Freiheit einzusetzen", betonte er.

Vor dem Kriegerdenkmal wurde im Anschluss der Soldaten, die in beiden Weltkriegen gefallen, in Gefangenschaft gestorben oder vermisst sind, gedacht. Getrauert wurde auch um alle Menschen, die durch Kriegshandlungen, auf der Flucht oder durch Verfolgung gestorben oder getötet wurden.
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