In der Not hilft der Nachbar

Lokales
Vorbach
25.09.2014
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Der Notverbund steht: Vorsitzender Werner Roder berichtete im Wasserzweckverband Vorbacher Gruppe, dass er sich mit der Creußener Gruppe grundsätzlich auf gegenseitige Hilfe geeinigt habe.

Bau und Unterhalt der nötigen Verbindungsleitung solle die Vorbacher Gruppe übernehmen, sagte Roder. Wenn diese fertig ist, sollen einiger Anwohner in Höflas dauerhaft mit Creußener Wasser versorgt werden. Sie beziehen das Wasser werde zu dem Preis, den auch die übrigen Nutzer der Creußener Gruppe bezahlen.

"Der Notverbund ist unerlässlich", stellte der Vorsitzende klar. Entsprechend einstimmig fiel das Votum der Verbandsversammlung aus. Einen Nachtragshaushalt für das laufende Jahr hat der Wasserzweckverband ebenfalls beschlossen: Das Volumen des Haushalts steigt dadurch um etwa 34 000 Euro auf 685 000 Euro an.

Teurer als gedacht

Leider erforderten bereits die bisher angefallenen Mehrausgaben für Investitionen im Vermögenshaushalt einen Nachtragshaushalt, sagte Roder. Die Baumaßnahmen in Ernstfeld und Unterbibrach seien teurer als bei der Verabschiedung des Haushalts angenommen. Zusätzlich seien Mehrkosten für die Erneuerung von 13 Hausschiebern und 3 Unterflurhydranten in der Sandbühlstraße und der Oberen Sandbühlstraße vorgesehen.

Außerdem erfordere die beabsichtigte Einstellung eines Wasserwarts auf Halbtagsbasis ohnehin einen Nachtragshaushalt. "Er soll auch ein kleines Dienstfahrzeug erhalten, weil ich es nicht für zumutbar erachte, dass ein Beschäftigter Werkzeug mit seinem Privat-Pkw transportiert", merkte der Vorsitzende an. Eine regelmäßige Nutzung des Ford-Transits der Gemeinde Vorbach durch den Wasserwart sei nicht möglich, weil das Fahrzeug in aller Regel für den Bauhof benötigt werde.

Vierstellige Rücklage

Gedeckt werden sollen die bereits eingetretenen und die noch zu erwartenden Mehrausgaben durch höhere Entnahmen aus der Rücklage. Diese wird bis zum Jahresende planmäßig auf etwa 8000 Euro geschmolzen sein. Insgesamt wird der Wasserzweckverband in diesem Jahr etwa 170 000 Euro für Investitionen und Baumaßnahmen ausgeben.

Angesichts angedachter Investitionen in Höhe von etwa drei Millionen Euro in den nächsten Jahren müsse der Stand der Rücklage jedem bewusst sein, machte Roder deutlich. Die Vorhaben könnten nicht auf die lange Bank geschoben werden. Zum einen seien sie sachlich für die Versorgungssicherheit erforderlich, zum anderen würde es ohne sie keine wasserrechtliche Erlaubnis für die Brunnen mehr geben.

Der Vorsitzende informierte abschließend noch darüber, dass der Geschäftsbesorgungsvertrag mit den Stadtwerken in Grafenwöhr hinsichtlich des Technischen Leiters der Wasserversorgung unterzeichnet worden sei.
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