Landflucht bekämpfen

Lokales
Vorbach
02.07.2015
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Cocktail-Kurs, Wanderung auf die Zugspitze, Kegelmeisterschaft, Silvesterlauf: Die Freien Wähler sind auch im gesellschaftlichen Bereich sehr engagiert. Doch: "Am wichtigsten ist letztlich die Arbeit, die im politischen Bereich abgeliefert wird."

Dies betonte Eduard Stopfer, der Vorsitzende der Freien-Wählergemeinschaft Vorbach/Oberbibrach/Höflas, in der Jahreshauptversammlung. Ein großer Teil seines Rückblicks galt deshalb der Kommunalwahl im vergangenen Jahr und der Frage, inwieweit die damals gesteckten Ziele bereits umgesetzt wurden. Stopfer betonte dabei zugleich, dass die Standpunkte der Freien Wähler in vielen Punkten deckungsgleich mit denen der CSU seien.

Ein erklärtes Ziel sei die gesicherte Wasserversorgung. Den Status quo bei der Wassergüte wolle man unbedingt erhalten: "Der Zweckverband der Vorbacher Gruppe ist nach wie vor der einzige in der Region, der sauberes Wasser ohne chemische Aufbereitung zu guter Qualität und zu einem vernünftigen Preis anbieten kann", stellte Stopfer fest.

Um die Versorgung auch bei einem Bruch des Hauptrohres aufrecht zu erhalten, sei ein Notverbund mit der Creußener Wasserversorgung vertraglich fixiert worden. In den nächsten Monaten erfolge die bautechnische Umsetzung.

Ein weiterer, wesentlich aufwendigerer Schritt werde aber unumgänglich sein, sagte Stopfer: Ein Ringschluss für das gesamte Gebiet des Zweckverbands werde folgen und - daraus machte der Vorsitzende keinen Hehl - "mit erheblichen Investitionen verbunden sein, die zu einem nicht unerheblichen Teil von den Verbrauchern finanziert werden müssen".

"Individuelle Lösungen"

Einen weiteren Aktionspunkt der Freien Wähler stellen Gegenmaßnahmen zum demografischen Wandel und zur Landflucht dar. "Es entstehen Probleme, die manchen von uns hier in Vorbach, Höflas und Oberbibrach noch nicht so bewusst sind", machte Stopfer deutlich und verwies auf rückgängige Schülerzahlen sowie eine Konzentration der finanziellen Mittel auf die bayerischen Ballungsräume. "Jedes Dorf muss individuelle Lösungen finden, um die eigene Gemeinde als einen lebenswerten Ort zu erhalten", betonte er.

Deutlich positivere Nachrichten hatte der Vorsitzende mit Blick auf die Finanzlage der Gemeinde: "Wir haben die Verschuldung in 18 Jahren auf nahezu Null zurückgeführt. Die Gemeinde hat vorausschauend gewirtschaftet, Zins und Tilgung sind im Haushaltsplan praktisch nicht mehr vorhanden. Das schafft Möglichkeiten, Investitionen zur Sicherung der Zukunft zu finanzieren."

Bayerisches Spitzenergebnis

Dass die Freien Wähler aber auch das Gesellschaftliche nicht zu kurz kommen ließen, bewiesen die zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr in diesem Bereich. Stopfer erinnerte unter anderem an die Teilnahme am Volksbegehren für die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums. "Leider konnte die bayerische Bevölkerung nicht von den Vorteilen überzeugt werden", konstatierte der stellvertretende Schulleiter des Bayreuther Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums. Aber mit 14 Prozent Zustimmung habe zumindest die Gemeinde Vorbach das landesweite Spitzenergebnis eingefahren.

Großen Andrang gefunden habe auch der Cocktail-Kurs für Kinder beim Ferienprogramm, bei dem Sebastian Pittner seine Künste an die Kleinen weitergab. Zudem bestieg eine 19-köpfige Delegation bereits zum zweiten Mal den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze. Auch ein Zoigl-Abend, die Jahresabschlussfeier im Kapellen-Stüberl in Höflas und die Teilnahme an der VG- Meisterschaft der Vorbacher Sportkegler rief der Vorsitzende ins Gedächtnis.

Sportlicher Höhepunkt

Der sportliche Höhepunkt sei wieder einmal der Silvesterlauf gewesen, der sich vom Insider-Tipp zu einem festen Termin im Kalender der Sportsfreunde aus der Oberpfalz und Oberfranken entwickelt habe. Stopfer dankte seinem Team, das den 250 Teilnehmern wieder ein optimales Rahmenprogramm geliefert habe. Zudem wurden 2014 Gründungsmitglied Wolfgang Schmid und der langjährige Vorsitzende Willibald Hofmann zu Ehrenvorsitzenden ernannt.
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