Narren lassen es krachen

Verliebt ist der sechsjährige Felix Groher in den Fasching - vor allem in die Musik und die Faschingsumzüge. "Wenn ich meine Tüte voll mit Süßigkeiten hab, spring ich einfach auf den Faschingswagen. Dort gibt es dann noch mehr Bonbons." Klar: Denn wenn ein Musketier mit dem Schwert wedelt, wer gibt da nicht schnell freiwillig Süßigkeiten her?
Lokales
Vorbach
18.02.2015
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Überall Funkel, Glitzer, Farbtupfer, regenbogenfarbene Girlanden und Bayernflaggen. Ein Sträfling schenkt Bier aus und die Polizei sieht dabei zu. Maus und Katz umarmen sich, Teufel und Engel lachen miteinander und trinken zusammen. Das gibt es nur zur Narrenzeit in Vorbach - beim Fasching der Vereine.

Die Katholische Landjugend, der Tennisverein, die Soldatenkameradschaft und die Feuerwehr unter Hauptorganisator Richard Hofmann hatten am Rosenmontag zum Feiern, Verkleiden und Spaß ins Gemeindezentrum eingeladen. Erlaubt waren kunterbunte Farben, sexy Lederoutfits, Netzstrümpfe, lustige Hüte, viel Schnickschnack - je ausgefallener, desto besser.

Über die Tanzfläche wirbelten unter anderem Teufel, Cowboys, Vampire, Marienkäfer, Zwerge, Bienen, Bauern, Hippies, Piraten, das FBI, Ninjas und Tiger. Bei "Fürstenfeld", "Ein Prosit der Gemütlichkeit", "Ein schlafendes Mädchen am Ufer ich fand" oder "Links, recht, vor, zurück" konnte sich kaum jemand halten. Die Leute schunkelten, standen auf den Stühlen, hoben die Tische hoch. Bilder fielen von der Wand.

Dank mit Orden

Damit sich die Feierwütigen zwischendurch erholen und stärken konnten, sorgten die Vereine in der Bar und am Ausschank für Getränke sowie für ausreichend Essen. Es gab Pizzen, Dorfwirt-Burger und Schnitzelsandwiches, so dass jeder etwas für seinen Geschmack fand.

"Helau" also auf jeden, doch vor allem galt Dank dem Hauptorganisator Richard Hofmann, Hans Groher als Vertreter der Feuerwehr, Berthold Götz von der Soldatenkameradschaft, Werner Meier vom Kulturverein, den Kassierern Alois Hofmann und Christoph Seemann, Sparkassen-Direktor Wolfgang Busch, Barbara Walter von der Katholischen Landjugend, Conni Regner stellvertretend für die Bedienungs- und Servicekräfte sowie Bürgermeister Werner Roder. Ihnen allen dankte die Eschenbacher Faschingsgesellschaft für ihr Engagement besonders - mit Faschingsorden.

Die Narren aus der Rußweiherstadt waren mit ihrer Prinzengarde gekommen, denn eine Faschingsveranstaltung ohne Sketche und Tänze ist kaum vorstellbar. Deshalb stand auf dem Programm auch ein Auftritt der Vorbacher Frauen.

Lied als perfektes Fazit

In Glitzerhemden und schwarz-weißen Hosen, mit Sonnenbrillen und Krawatten machten sie die Bewegungen ihres vortanzenden "Dompteurs" nach. Zu "Brown girl in the ring" ging es nach vorne und zurück, nach links und nach rechts. Und dann: Hacke, Spitze, hoch das Bein, Wackel-Wackel mit dem Hinterteil. Der Clou an dem Auftritt war, dass sich die Frauen die Hosen quasi teilten und so alle zusammenhingen.

Ein absoluter Hingucker waren mit ihren roten Lippen und geschminkten Wangen, in ihren rot-weißen Kleidchen und Hüten auch die Mädels der Eschenbacher Prinzengarde Sie begeisterten mit Schrittkombinationen, Figuren und gelenkigen Bewegungen.

Ihre Nachfolger, die Tänzerinnen der Jugendgarde, glänzten bei "Atemlos durch die Nacht". Zur Einstellung der närrischen Besucher und als Fazit des Abends passte das Lied von Helene Fischer perfekt.

Ein weiterer Höhepunkt war zweifellos der Showtanz des Männerballetts, dessen Mitglieder - ebenfalls geschminkt und in roten Garde-Kostümen - kaum von den Mädels zu unterscheiden waren.

Voller Saal, tolle Stimmung, lustige Verkleidungen, professionelle Auftritte - so lässt man die verrückte Narrenzeit doch gerne ausklingen. Ciao Fasching!
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