Notverbund ist perfekt

Die Wasserzweckverbände Creußener Gruppe und Vorbacher Gruppe helfen einander im Notfall aus. Dies besiegelten die Vorsitzenden und Bürgermeister (von links) Martin Dannhäußer und Werner Roder mit ihren Unterschriften.
Lokales
Vorbach
10.12.2014
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"Das ist ein wichtiges Stück interkommunaler Zusammenarbeit", sind sich die Bürgermeister Martin Dannhäußer (Creußen) und Werner Roder (Vorbach) einig. Die Vorsitzenden der Wasserzweckverbände Creußener Gruppe und Vorbacher Gruppe haben einen Trinkwasser-Notverbund geschlossen.

Dieser wird zwischen Voita (Gemeinde Prebitz) und Höflas (Gemeinde Vorbach) hergestellt. Das bedeutet, dass die Vorbacher Gruppe temporär von der Creußener Gruppe Wasser beziehen wird, falls es einmal zu Problemen kommen sollte.

Der maximale Versorgungszeitraum beträgt 14 Tage, pro Tag können bis zu 400 Kubikmeter Wasser geliefert werden. Es soll auch eine technische Einrichtung eingebaut werden, die im Notfall eine umgekehrte Wasserlieferung garantiert.

Keimbildung verhindern

Die Vorbacher verfügen nicht wie die Creußener über eine Ringleitung. Das bedeutet, dass zum Beispiel bei einem Rohrbruch oder bei einer Sanierung der Tiefbrunnen nicht mehr alle Haushalte versorgt werden können, da das Wasser nur von einer Seite kommt. Bei einer Ringleitung kann die Zulieferung von zwei Seiten erfolgen. Für den Notverbund muss auf dem Gebiet der Gemeinde Prebitz eine Leitung verlegt werden. Damit es hier nicht zu einer Keimbildung kommt, werden sieben Haushalte aus Höflas an Creußen angeschlossen.

Die Bürger zahlen weiterhin ihren Wasserpreis von 1,12 Euro an die Vorbacher Gruppe. Die Creußener Gruppe berechnet den Vorbachern aber ihren regulären Preis von 1,55 Euro.

"Mit dem Notverbund wird rund 1900 Bürgern und mehreren Betrieben eine Versorgungssicherheit garantiert", erklärte der Vorbacher Bürgermeister Werner Roder bei der Unterzeichnung des Vertrags.

Die Vorbacher Gruppe wolle im Jahr 2018 ebenfalls eine Ringleitung bauen, erläuterte er. Die geschätzten Kosten dafür liegen bei rund zwei Millionen Euro.
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