Schulden ade

Die Gemeinde Vorbach steht aktuell gut da. Einen durchaus positiven Rechenschaftsbericht über die wirtschaftliche Situation gab Bürgermeister Werner Roder bei der Bürgerversammlung ab. Bild: wmi
Lokales
Vorbach
03.12.2015
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Die Gemeinde Vorbach ist seit diesem Jahr nahezu schuldenfrei. Seit Mai 1996 konnten die Schulden um 97 Prozent reduziert werden. Das war aber nicht die einzige positive Nachricht bei der diesjährigen Bürgerversammlung.

Rund sechzig Bürger hatten sich im Saal des Schützenhauses in Oberbibrach versammelt, um die Rechenschaftsberichte von Bürgermeister Werner Roder zu hören und um ihre Anliegen an die Gemeindevertreter heranzutragen. Und das Gemeindeoberhaupt hatte durchaus Positives zu berichten.

Rücklagen als Absicherung

Obwohl der mittelfristige Trend bei der Einwohnerentwicklung leicht rückläufig ist, stieg die Einwohnerzahl im Vergleich zum Vorjahr um sieben. Somit wohnen im Gemeindebereich Vorbach derzeit 1046 Bürger. Ebenso positiv entwickelten sich der Schuldenstand und die Einnahmen der Kommune. So konnte der Schuldenstand 2015 nochmals um 7300 Euro abgebaut werden. Voraussichtlich 24 700 Euro Schulden wird die Gemeinde am 31. Dezember haben, wobei es sich hier um "rentierliche Schulden" handelt, also ausschließlich Darlehen zur Abfinanzierung von Photovoltaikanlagen. "Wir haben die Verschuldung seit 1. Mai 1996 um 827 020 Euro, also 97 Prozent, abgebaut. Darauf können wir alle stolz sein", freute sich Roder.

Als größte Einnahmenquellen führte er 930 000 Euro aus der Gewerbesteuer sowie 567 000 Euro aus der Einkommenssteuerbeteiligung auf. Während Roder die Einnahmen aus der Einkommenssteuerbeteiligung als wichtigste und verlässlichste bezeichnete, stellte er klar, dass die Einnahmen aus der Gewerbesteuer als nicht dauerhaft gesichert angesehen werden können. Schon mal musste die Gemeinde dies überdeutlich spüren, als man 2011 insgesamt 1,25 Millionen zurückzahlte.

Höhere Einnahmen bedeuten auch steigende Rücklagen für die Gemeinde. Sie werden Ende 2015 bei 1,5 bis 1,6 Millionen Euro liegen. "Aber wir brauchen diese Rücklagen", versicherte Roder. Abgesichert werden sollen damit niedrigere Gewerbesteuereinnahmen in den kommenden Jahren, Zahlungen an den Landkreis (Kreisumlage), künftige Investitionen oder wirtschaftliche Einbrüche.

Als größte Ausgabenposten zählte er die Kreisumlage (545 000 Euro) und die Umlagen an die Schul- und Abwasserzeckverbände sowie die Verwaltungsgemeinschaft (350 000 Euro) auf. "In den letzten sieben Jahren hat unsere Gemeinde 3,1 Millionen an Kreisumlage gezahlt." Mit voraussichtlich 300 000 Euro wird der Ausbau des öffentlichen Feldwegs von Oberbibrach Richtung Münchsreuth zu Buche schlagen. Der Weg wird in Asphaltbauweise hergestellt und ist nach seiner Fertigstellung 2016 der Radwegelückenschluss nach Speinshart. "Mit lediglich 13 Prozent Eigenanteil konnte eine sehr gute Förderung erreicht werden. Die Anregung dazu kam übrigens aus der Bürgerversammlung 2013."

Erweiterung der Baugebiete

Abschließend gab Roder einen Ausblick auf die Jahre 2016 und 2017. So zählte er als kommende Großprojekte die Planung einer Wasserringleitung, die Verbesserung der Breitbandversorgung im gesamten Gemeindegebiet, die Planung und Errichtung eines Dorfladens in Vorbach sowie den Grunderwerb für mögliche Erweiterungen der Baugebiete "Eisweiher" und "Dornäcker" auf.

Er dankte seinen Stellvertretern Angelika Thurn und Gerd Retzer sowie dem Gemeinderatsgremium für die sehr angenehme und kollegiale Zusammenarbeit. Das gute Einvernehmen und Miteinander hätten dazu geführt, dass 87 Prozent der Beschlüsse - auch der Haushalt - einstimmig gefasst wurden. Die positive Atmosphäre im Gemeinderat fördere, dass Probleme gemeinsam gelöst wurden und die Zusammenarbeit Spaß mache. Dies sei eine gute Basis für die Zusammenarbeit in den kommenden viereinhalb Jahren.
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