Vom Pharisäer zum Missionar

Lokales
Vorbach
09.03.2015
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"Ich bin jetzt einer von euch, ich bin jetzt nicht mehr der Saulus, ich bin jetzt einer von euch, mein Name ist Paulus." Das singt der Heilige gemeinsam mit anderen Christen in Damaskus, nachdem sich die Wandlung vollzogen hatte.

Stationen aus dem Leben des Missionars waren am Wochenende im Gemeindezentrum zu sehen und zu hören. Am Freitag und Samstag wurde jeweils vor "vollem Haus" das Musical "Paulus - Einer von uns" aufgeführt.Die Vorstellung wurde von zahlreichen Akteuren aus der Region mit Leben erfüllt: Auf der Bühne sangen und spielten die Mitglieder des Projektchors "In Via", der sich aus Sängern und Schauspielern aus Vorbach, Oberbibrach, Schlammersdorf, Speinshart, Speichersdorf und Neusorg zusammensetzte. Und nicht nur das: Mit auf der Bühne standen auch Siegfried Fietz und Gerhard Barth, die in Vorbach schon längst "alte Bekannte" sind und gemeinsam mit den Vorbachern vor einigen Jahren bereits das Musical "Der Weg nach Santiago" in Szene gesetzt hatten. Die Texte des "Paulus"-Musicals stammen aus der Feder von Hanno Herzler, vertont wurden sie von Siegfried Fietz. Für die Mitwirkenden kamen die beiden Aufführungen einer Art "Wiederaufnahme" gleich: Bereits im vergangenen Jahr war das Musical beim Katholikentag in Regensburg vor weit über 300 Zuhören aufgeführt und vom Publikum mit Begeisterung angenommen worden.

Zur Gemeinschaft dazugehören - das war eine der Botschaften des Abends, und sie wurde in zahlreichen Liedern zum Ausdruck gebracht. Das Motiv "Ich bin jetzt einer von euch" griffen die Akteure auf der Bühne immer wieder auf, in abgewandelter Form vom Chor wie auch von den Solisten. Beispielsweise erklang dieses Lied in Philippi, nachdem mit Lydia (Irmgard Seemann) die erste Europäerin zum Glauben an Christus gefunden hatte. Und auch die Sklavin (Sabrina Ott), die vom Wahrsage-Geist frei wird, stimmte in den Gesang mit ein.

Sowohl Seemann, als auch Ott überzeugten mit hervorragenden Solo-Gesangsdarbietungen. Dem Ensemble gebührt aber insgesamt ein großes Kompliment - sowohl dem Chor unter der Leitung von Christa Stopfer, den Darstellern wie beispielsweise Stefan Wolf als Paulus oder Alois Hofmann als Petrus und natürlich der Regisseurin Gertraud Hofmann. Weitere Solisten des Abends waren Manuel Reiß als Silas, Rosi Heinz als Heraklia, Bernhard Hauer als Ananias, Edi Stopfer als Timotheus, Josef Schraml als Richter, Jochen Weiß als Kerkermeister und Tobias Pittner als Phaon. Als Souffleuse fungierte Gabi Leipold, für die gesamte Technik waren Alexander Schmid, Werner Groher und Andrea Hofmann verantwortlich.

Und dann war da natürlich noch Siegfried Fietz, der nicht nur wunderbar eingängige, bewegende Melodien geschaffen hat, sondern auch über einen perfekten Draht zum Publikum verfügt. Immer wieder gelang es ihm, die Zuhörer mitzureißen. Zum Schluss hielt es niemanden mehr auf dem Sitz. Man nahm sich bei den Händen oder legte den Arm auf die Schulter des Nachbars - es herrschte eine Atmosphäre, der sich niemand entziehen konnte.
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