Wehmut auf allen Seiten

"Der Schulstandort Schlammersdorf und Oberbibrach ist ein Geschenk für einen Rektor", gestand Dieter Kraus (rechts) in seiner wohl letzten Schulverbandssitzung. Im Februar 2016 wird er nach fast zwei Jahrzehnten mit dem Eintritt in den Ruhestand Abschied nehmen. Kämmerer Michael Eisner bedauerte ebenso wie die Verbandsräte seinen Abschied. Bild: wmi
Lokales
Vorbach
25.11.2015
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Sein Herzblut hängt am Schulstandort Oberbibrach/ Schlammersdorf (ehemals): Nach fast zwei Jahrzehnten verlässt Rektor Dieter Kraus jedoch im nächsten Jahr die Bildungseinrichtung: Im Februar 2016 geht er in Ruhestand.

Somit dürfte es wohl die letzte Schulverbandssitzung gewesen sein, der der Schulleiter beiwohnte. Bürgermeister Werner Roder dankte stellvertretend für den Schulverband dem Pädagogen im Gemeindezentrum ganz herzlich für seine Verdienste: "Wir alle wissen, wie sehr dein Herzblut am Schulstandort hängt. Wir lassen dich nur mit einem weinenden Auge gehen, wünschen dir aber aufrichtig alles Gute in deinem verdienten Ruhestand."

Dieter Kraus gestand freimütig, wie schwer es ihm falle, nach so langer Zeit Schlammersdorf beziehungsweise Oberbibrach zu verlassen. Aber er habe nun einmal vor einiger Zeit diesen Entschluss dazu gefasst und ziehe das jetzt auch "sportlich" durch. "Der Schulstandort Schlammersdorf und Oberbibrach ist ein Geschenk für einen Rektor", gestand der Grafenwöhrer mit etwas Wehmut.

Vernünftig wirtschaften

Die Rechnungsprüfung 2014, vorgenommen vom Schlammersdorfer Bürgermeister Gerhard Löckler, ergab keinerlei Beanstandungen. "Unser kleiner Schulverband wirtschaftet vernünftig und wirtschaftlich", betonte Vorsitzender Werner Roder: "Wir geben das aus, was sinnvoll und vor allem positiv für unsere Kinder ist." Deshalb habe man auch pauschale Ansätze für kleinere Anschaffungen in den Haushalt eingestellt, die notwendige Investitionen schnell ermöglichten.

Antrag an Regierung

Der Vorsitzende informierte Carola Groher vom Elternbeirat, zweite Bürgermeisterin Angelika Thurn, Rektor Dieter Kraus, Verbandsrat Gerhard Löckler sowie Kämmerer Michael Eisner, dass die offene Ganztagsschule seit September angeboten werde und sich so langsam einspiele. "Schulverband, Elternbeirat und 'Hängematte' haben in zwei Wochen alle Voraussetzungen geschaffen, um die offene Ganztagsschule in Oberbibrach kurzfristigst zu ermöglichen. Leider hat es die Regierung erst nach zwei Monaten geschafft, die offizielle Genehmigung dafür zu erteilen", sagte Roder etwas angesäuert.

Die Ganztagsschule sei zum Schuljahr 2015/2016 als Modellversuch in Bayern eingeführt worden. Für die Beförderungskosten müsse jedoch der Schulverband aufkommen. "Wenn die offene Ganztagsschule eine schulische Veranstaltung ist, dann müssen die Kosten dafür auch vom Staat gefördert werden", forderte der Schulverbandsvorsitzende. Ein entsprechender Antrag sei bereits an die Regierung gestellt worden. Leider seien mehrere Themen noch nicht zufriedenstellend gelöst.

Carola Groher regte an, die Eltern nochmals aufzufordern, die Kinder nicht aufs Schulgelände bis direkt vor die Einrichtung zu fahren, sondern sich an die Vorgaben der Schule zu halten. Ihre Schulverbandskollegen stimmten dem ausdrücklich zu. Leider würden die Aufforderungen immer wieder missachtet.
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