Zahlensalat in der Vorweihnachtszeit

Lokales
Vorbach
03.12.2014
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Eine geringfügige Steigerung der Ausgaben, weniger Bezüge für neue Beamte und neue Büros für die Verwaltung: Die Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft in Vorbach verlief ruhig. Für Jürgen Kürzinger war es eine Premiere.

Von besinnlicher Zeit ist in den Gemeinden nichts zu spüren. Bei der Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft standen Themen aus dem Haushalt auf dem Programm. Bürgermeister Jürgen Kürzinger führte durch die Sitzung. "Der Gesamthaushalt 2015 beläuft sich auf 952 550 Euro", erläuterte Kämmerer Michael Eisner. Das sei ein Plus zum Vorjahr von 2,81 Prozent.

Er sehe darin keine Besonderheit. Die Gesamtausgaben des Verwaltungshaushalts seien im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 5450 Euro gestiegen, was 0,6 Prozent entspreche. Die Personalkosten der VG werden im Haushaltsjahr 2015 um 19 950 Euro steigen. Ausschlaggebend hierfür sei vor allem die Auflösung der Sonderrücklage "Leistungsentgelt" von 6900 Euro.

Außerdem wird bei den Entgelten für Angestellte und Beamte mit einer Erhöhung von 2,4 Prozent gerechnet. "Ein Rückgang ist bei den Beamtenbezügen zu verzeichnen", sagte Eisner. Dies liegt an den niedrigeren Eingruppierungen neuer Beamter. Die VG-Umlage erhöhe sich lediglich um 4250 Euro, das sind 4,42 Euro pro Kopf. Eisner sehe das als überproportionale Steigerung, die an den zurückgehenden Einwohnerzahlen liege. Für die Finanzierung der Ausgaben im Vermögenshaushalt ist eine Investitionsumlage von 30 000 Euro geplant.

Interessant wurde es bei der Verwaltungsumlage. Da keine aktuelle Einwohnerzahl vorhanden war, kamen die Werte zum 31. Dezember 2013 zum Zug. Der Markt Kirchenthumbach hat 3264 Einwohner, die Gemeinde Schlammersdorf 877 und Vorbach 1039. Das ergibt eine Umlage von 125,36 Euro pro Einwohner im Vergleich zum Vorjahr mit 120,94 Euro.

Die VG plant für das Haushaltsjahr 2015 eine Umstrukturierung der Verwaltung. Das macht einige Neuanschaffungen notwendig. Hierbei handelt es sich um Büromöbel und IT-Einheiten. Ein Sozialraum ist ebenfalls in Planung. Für diese Anschaffungen sind 30 000 Euro kalkuliert, die in Form einer Investitionsumlage auf die Gemeinden umgelegt werden. Das ergibt für Vorbach ungefähr 6000, für Schlammersdorf zirka 5000 Euro und für Kirchenthumbach den Rest.

Damit der Finanzbedarf gedeckt ist, wird keine Entnahme aus der Rücklage veranschlagt. In den folgenden Jahren aber ist eine mäßige Zuführung zu den Rücklagen vorgesehen. Der voraussichtliche Bestand zum 31. Dezember 2015 liegt bei 50 800 Euro. Hierin enthalten sind die allgemeinen und die Sonderrücklagen. Das Gremium stimmte dem Beschluss der Entlastung zur Jahresrechnung 2013 einstimmig zu. Jürgen Kürzinger dankte seinen Bürgermeisterkollegen für die guten Vorarbeiten. Mit einem kleinen Weihnachtspräsent wünschte er eine "staade Vorweihnachtszeit".
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