20 Jahre dabei: Dank an langjährige Gemeinderäte und Verabschiedung von Eduard Stopfer
"Paradebeispiel" an Engagement

20 Jahre im Gemeinderat Vorbach: Dieses Jubiläum feierten (von links) Peter Stickling, Eduard Stopfer, Bürgermeister Werner Roder und Gerd Retzer. Aber nur drei machen weiter: Stopfer schied aus beruflichen und privaten Gründen aus dem Gremium aus. Bild: ewt
Politik
Vorbach
11.05.2016
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20 Jahre Ehrenamt als Gemeinderat: Dieses Jubiläum dürfen Peter Stickling, Bürgermeister Werner Roder, Gerd Retzer und Eduard Stopfer dieses Jahr feiern. Doch nicht alle behalten ihren Posten: Eduard Stopfer verabschiedete sich aus dem Vorbacher Gremium - mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Vor zwei Jahrzehnten waren alle Vier als Neulinge in den Gemeinderat eingezogen. "Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass man 20 Jahre seine Zeit opfert, immer wieder von dem ein oder anderen Bürger kritisch angesprochen wird, weil er eine Entscheidung nicht nachvollziehen kann, einige 100 Sitzungen im Gemeindezentrum absitzt und sich ehrenamtlich für seine Gemeinde einsetzt", betonte Bürgermeister Werner Roder.

"Immer sachlich und fair"


Für Peter Stickling sind die 20 Jahre schnell verflogen: "Wir haben oft diskutiert, waren oft nicht eins, aber wir waren immer sachlich und fair zueinander, sooft es auch 'geraucht' hat. Das ist das große Gut unseres Gemeinderats."

Einer der Jubilare wurde nicht nur gefeiert, sondern gleichzeitig aus dem Gremium verabschiedet: Aus privaten und beruflichen Gründen gab Eduard Stopfer sein Gemeinderatsmandat zurück.

"Unser Edi hat sich die letzten 20 Jahre immer eingebracht; auf seine Unterstützung konnte man immer vertrauen", erklärte Bürgermeister Werner Roder. "Er hat seine Position konsequent vertreten, auch wenn die Entscheidung unpopulär war. Edi hat nie gesagt, was ankam, sondern worauf es ankam. Er war immer für einen sachgerechten Kompromiss und auf das Gemeinwohl aus." Stopfer sei ein "Paradebeispiel für einen engagierten Gemeinderat".

Für den so Gelobten war die Entscheidung, das Gremium nach zwei Jahrzehnten zu verlassen, keine leichte - aber wohlüberlegt: "Die letzte Minute hab ich noch ein Stoßgebet in den Himmel geschickt. Einmal 'vergib dem Werner, weil er so dick aufträgt' und einmal 'vergib mir, weil es mir so schwer fällt'. Ich bin dankbar für die Zeit, die Freunde, die Begegnungen, aber in letzter Zeit geht mir einfach die Luft aus."

Ein einziges Problem


Eduard Stopfer bleibt der Gemeinderat überwiegend positiv in Erinnerung. Als Gründe dafür führte er an: hohes Diskussionsniveau, neue Freundschaften, "viel geschafft", starker Zusammenhalt. Nur an ein Problem erinnerte er sich: "Jemand sagte mir mal während einer Gemeinderatsitzung: 'Du brauchst gar nicht so überheblich lachen.' Zuhause sagen mir immer alle, dass ich nicht so ernst schauen, sondern mal nett schauen und grinsen soll. Das wollte ich halt umsetzten. Mein Lächeln war daher niemals böse gemeint."

Der Gemeinderat stimmte dem Rückzug Stopfers einstimmig zu. "Diese Entscheidung ist eine rein formale", sagte Bürgermeister Werner Roder. "Innerlich würde ich niemals dafür stimmen, weil das, was der Edi für den Gemeinderat gemacht hat, außergewöhnlich war." Nachfolger von Eduard Stopfer im Gemeinderat wird aus den Reihen der Freien Wählergemeinschaft Sebastian Pittner.
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