Gemeinderat bewilligt Feuerwehr Oberbibrach für Platzpflege 20 Prozent Zuschuss
Gleichbehandlung muss sein

Das Gelände rund um das alte Schulhaus in Oberbibrach ist ein Schmuckstück. Bewacht vom heiligen Florian, wird es vom Feuerwehrverein sorgsam unterhalten. Geld für die Unterhaltung des laut Bürgermeister Werner Roder "schönsten Platzes in der Gemeinde" fließt seitens der Kommune allerdings nur bescheiden. Bild: do
Politik
Vorbach
11.07.2016
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Statt des erhofften Zuschusses gab es Lob von allen Seiten. Kostenlos verpachtet an den Feuerwehrverein Oberbibrach, beförderte Bürgermeister Werner Roder das von den Brandschützern liebevoll gepflegte Areal um das alte Schulhaus zum schönsten Platz in der Gemeinde. Von dieser Auszeichnung kann sich die Wehr jedoch nichts kaufen.

Zwar tut Anerkennung gut. Noch lieber wäre den Oberbibrachern allerdings eine großzügige finanzielle Unterstützung zum Unterhalt des Vorzeigeplatzes gewesen. Sie hofften auf die vollständige Übernahme von Materialkosten für Renovierungsarbeiten durch die Kommune. So lautete jedenfalls der Antrag des Feuerwehr-Vorstands.

Seit 19 Jahren sorgen die Vereinsmitglieder, meist Aktive, für ein sauberes Umfeld am alten Schulhaus, hegen und pflegen das Gelände. Ihr ganzer Stolz ist der Granitbrunnen, auf dem die Bronzefigur des heiligen Florian grüßt. Mindestens einmal im Jahr freuen sich die Einwohner über die vielen Köstlichkeiten aus dem mit Sandstein verkleideten Backofen.

Kein Zusammenhang


Besonders die Pflege des Platzes verursacht aber derzeit Kosten. Und die soll die Gemeinde übernehmen - wenigstens die Auslagen für den Schotter, wie Gemeinderat Heinrich Schatz anmerkte. Auch weitere Mitglieder des Gremiums befanden: "Die Feuerwehr als Pflichtaufgabe der Gemeinde hebt sich von anderen Vereinen ab." Doch Bürgermeister Werner Roder sah das gemeinnützige Wirken der Brandschützer nicht im Zusammenhang mit den Löscheinsätzen der Aktiven - und damit auch nicht als kommunale Aufgabe.

Roder ordnete das Engagement vielmehr dem kulturellen Bereich zu. "Und für solche Leistungen gibt es Grundsätze", erklärte er unmissverständlich und verwies auf die gebotene Gleichbehandlung. So habe zum Beispiel der FC Vorbach, ebenfalls in einem Pachtverhältnis mit der Gemeinde stehend, für die Sanierung der Heizung einen Zuschuss von 20 Prozent erhalten.

Grundsätzliche Linie


Eine mögliche Förderhöhe für die Oberbibracher Feuerwehr blieb auch auf Nachfrage unbeantwortet. Es gehe weniger um die Summe, sondern um eine grundsätzliche Linie, betonte der Bürgermeister. Er verwies auch auf eine Vorabinformation des Feuerwehr-Vorstands. Gemeinderat Manfred Plößner fasste die Stimmung in dem befreienden Seufzer zusammen: "Auch wenn man manchmal mehr geben möchte, wir brauchen Grundsätze." Und die wollte das Gremium weiter beibehalten.

"Die Gemeinde dankt dem Feuerwehrverein Oberbibrach für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich." Verbunden mit diesen anerkennenden Worten beschloss das Gremium einstimmig aus Gründen der gebotenen Gleichbehandlung einen Zuschuss von 20 Prozent der nachgewiesenen Fremdkosten.

Dank Sonderförderung zu WärmebildkameraDrei mal sieben Minuten soll es dauern, das Lebendkickerturnier der Feuerwehr Vorbach am Samstag, 23. Juli. Auch der Gemeinderat ist eingeladen, eine Mannschaft zu stellen. Bürgermeister Werner Roder erinnerte an die Anmeldung. Benötigt werden - einschließlich Ersatzspieler - sieben Räte.

Brandbekämpfung, Personensuche in verrauchten Räumen oder Eigensicherung von Feuerwehrkräften: Eine Wärmebildkamera gehört zur Standardbeladung eines Löschfahrzeugs. Besonders für Atemschutzträger ist sie oft sehr hilfreich. Mit Blick auf das Mehr an Sicherheit nutzt die Kommune deshalb ein Sonderförderprogramm zum Kauf: Es lockt ein staatlicher Förderfestbetrag von 2750 Euro für Feuerwehren mit Atemschutz. Die Vorbacher erfüllen diese Voraussetzung.

Das Gremium genehmigte den Kauf beim Feuerwehr-Geräteausstatter Ludwig in Bindlach. Die Wärmebildkamera kostet 5657,50 Euro, der Gemeinde verbleibt ein Eigenanteil von 2907,50 Euro. Trotzdem ist die Anschaffung für die Kommune kostenlos: Die Restkosten übernimmt die Firma Scarabeus. (do)
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