"Air Biwara" bringt hohen Besuch
Zwei Mal "volle Hütte" im Fasching

Tosender Applaus erwartete "Queen Elizabeth" (Anni König), die sich beim Kaffeekränzchen des Katholischen Frauenbundes Oberbibrach im Schützenhaus-Saal dem Volk präsentierte. Um ihr die Ehre zu erweisen, waren auch zahlreiche hochrangige Politiker - darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel - nach Oberbibrach gekommen. Das Stück war eine Parodie auf den Berlin-Besuch der englischen Königin im Sommer 2015. Bild: edo
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Vorbach
20.01.2016
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Alle Jahre wieder sorgen die Damen des Katholischen Frauenbundes Oberbibrach im Fasching mit ihrem Kaffeekränzchen für eine "volle Hütte". Zum Erfolgsrezept gehören die mit schauspielerischem Talent und viel Humor vorgetragenen Sketche und Einlagen, aber auch ein opulentes Kuchen- und Tortenbüfett.

Oberbibrach. Bescheidenheit zählt bekanntlich nicht gerade zu den primären Tugenden im beschaulichen Dorf im Biberbachtal: Man vergleicht sich gerne mit den Metropolen der Welt. Und so durften sich die Gäste beim Kaffeekränzchen, bei dem der Schützenhaus-Saal zwei Mal aus allen Nähten platzte, über prominenten Besuch freuen. Eingeflogen wurde dieser mit der hauseigenen Fluggesellschaft "Air Biwara".

Die beiden Stewardessen (Dora Schecklmann und Margit Nickl) führten unter Begleitung durch das Bundesheer (Maria Herrmann und Regina Thurn) einen Star nach dem anderen aus dem Flieger. Neben Bundespräsident Joachim Gauck (Manuela Nickl) und seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt (Sabine Schönmann), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (Lisa Henfling), Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (Edeltraud Ritter) und Berlins Oberbürgermeister Michael Müller (Christine Walter) gab sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (Anita Schöcklmann) die Ehre. Der britische Premierminister David Cameron (Irmi Bauer) war ebenfalls zu sehen.

"Queen" mit Hutträger


Der Grund für diesen honorigen Aufmarsch war der Besuch der englischen Königin: "Queen Elizabeth" (Anni König) präsentierte sich mit Gemahl Prinz Philipp (Waltraud Nickl) und einem persönlichen Hutträger (Käthe Suttner) dem Fahnen schwenkenden Publikum. Moderatorin Marga Kreutzer hatte alle Mühe, gegen den Applaus der begeisterten Gäste anzukommen, und selbst die anwesenden Pressevertreter wurden spontan mit in das Schauspiel einbezogen.

Insgesamt zeigten die Damen sechs Sketche, die monatelang einstudiert worden waren. Neben den genannten Darstellerinnen war dabei auch noch Tanja Seifert mit von der Partie. Viele Lacher erntete die gebürtige Fränkin Manuela Nickl von der Rosamühle mit ihrem Bütten-Monolog "Der kranke Franke". Darin wies sie auf die Leiden beim Kranksein hin und darauf, dass auch der Arztbesuch nur selten Linderung verschaffe. Ohnehin sei die fränkische Luft das beste Heilmittel, denn: "As Ende va derer Gschicht - an krankn Frankn gibt es nicht!"

Freie Plätze waren sowohl am Nachmittag als auch bei der Abendvorstellung rar. Bereits ab 13.30 Uhr fieberte das Publikum den Auftritten entgegen. Einen Augen- und Gaumenschmaus bildete das reichhaltige Kuchen- und Tortenbüfett mit selbst gebackenen Spezialitäten - darunter viele nach geheimen Hausrezepten. Das aus circa 50 Gebäck-Variationen bestehende Angebot erstreckte sich von frischen Kücheln über Obstkuchen bis hin zur Schwarzwälder Kirschtorte. "Was hier geboten wird, ist schon der Wahnsinn", sagte eine Gruppe von Besucherinnen aus Grafenwöhr anerkennend. Am Abend fanden die herzhaften Pizzen rasanten Absatz.

Auch Männer dürfen rein


Neben vielen Frauenbund-Zweigvereinen waren auch alle örtlichen Vereine - zum Beispiel Feuerwehr, Krieger- und Soldatenkameradschaft sowie Motorradclub - im Publikum vertreten. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als auf eine strikte Geschlechtertrennung geachtet wurde, durften Männer in den Saal, etwa die beiden Vertreter der Geistlichkeit, Pater Adrian und Pater Benedikt.

Für Getränke-Nachschub am Zapfhahn und die musikalische Umrahmung - hier glänzte der "Geigenmüller-Luggi" - waren ebenfalls echte Mannsbilder zuständig. Vorsitzende Irmi Bauer, die zudem die Frauenbund-Bezirksvorsitzende Elke Burger begrüßte, zeigte sich sichtlich zufrieden mit ihrem Team, das aufgrund der gebotenen Leistung auch keinerlei Grund hat, bescheiden zu sein.
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