Breitbandförderung für Vorbach
Rasen erlaubt

Die Politiker (von links) Finanz- und Heimatminister Markus Söder, Bürgermeister Werner Roder und Staatssekretär Albert Füracker strahlen bei der Übergabe des Förderbescheids für den Ausbau der Breitbandversorgung in Vorbach um die Wette. Bild: do
Vermischtes
Vorbach
25.10.2016
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Bald können auch die Bürger der Gemeinde Vorbach mit geballtem Volumen auf elektronische Reisen gehen. Mit Glasfaseranschlüssen werden dann Bandbreiten bis zu 200 Mbit pro Sekunde im Download möglich sein.

Das bisherige Tempolimit auf Vorbachs Datenautobahn ist binnen Jahresfrist Geschichte. Am Montag übergaben die Chefs des Bayerischen Heimatministeriums an Bürgermeister Werner Roder den Förderbescheid des Freistaates. Die Gemeinde gehört zu den 30 Oberpfälzer Kommunen, die von der Breitbandoffensive Bayerns profitieren. "Der Anschluss an die Datenautobahn stärkt die ländlichen Regionen und die Heimat", betonte Oberpfälzer Staatssekretär Albert Füracker.

Auch Roder gehört zu den glücklichen Rathauschefs, die den Förderbescheid von Finanz- und Heimatminister Markus Söder und Füracker erhielten. Die "Grenzgemeinde" zu Franken beabsichtigt, innerhalb eines Jahres fast 700 000 Euro für den Aufbau eines schnelleren Internets auszugeben. Der Zuwendungssatz beträgt 80 Prozent.

192 Haushalte


Roder kann mit einem Zuschuss in Höhe von 556 660 Euro rechnen. Von den 30 Oberpfälzer Gemeinden, denen der Staatsminister und -sekretär die Förderbescheide überreichte, erhält nur die Stadt Sulzbach-Rosenberg mit knapp 587 000 Euro eine noch höhere Zuwendung. Von dem von der Telekom angebotenen Breitbandausbau können nach Angaben des Bürgermeisters insgesamt 192 Haushalte in der Gemeinde profitieren. So sollen in Vorbach, Oberbibrach und in Höflas vier Kabelverzweiger mit Glasfaserzuführung (VDSL) mit Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s im Download und bis zu 10 Mbit/s im Upload errichtet werden. Darüber hinaus ist für 78 Anschlussnehmer einschließlich der Gewerbetriebe, die noch nicht über einen Glasfaseranschluss verfügen, eine Glasfaserzuführung bis zur Grundstücksgrenze und weiter zu den Gebäuden vorgesehen.

Auch die Weiler in Unterbibrach, Grün, Oberhammermühle und Rosamühle sollen so schnelles Internet erhalten. Durch den Glasfaseranschluss bis zum Gebäude werden Bandbreiten von bis zu 200 Mbit/s im Download und bis zu 100 Mbit/s im Upload möglich. Über die üppige Förderung zeigte sich der Bürgermeister erfreut: "Das ist eine gute Nachricht für unsere Bürger, aber auch für unsere Gewerbetreibenden. Staat und Gemeinde investieren gemeinsam in die Zukunft unserer Gemeinde."

Ende 2017 geplant


Roder kündigte eine umgehende Unterzeichnung des Ausbauvertrages mit der Telekom an. Dann könne die technische Umsetzung beginnen, versicherte er. Optimistisch setzte der Gemeindechef als Ausbau-Zeitfenster eine Bauzeit von einem Jahr. "Bis November 2017 ist die Erschließung abgeschlossen."

KostenBereits in den Jahren 2011 bis 2015 hat die Gemeinde etwa 132 000 Euro in die Verbesserung der Breitbandversorgung investiert, bilanzierte Bürgermeister Werner Roder. Mit den nun vorgesehenen Maßnahmen werde die Gemeinde damit insgesamt 828 000 Euro für das schnelle Internet ausgeben. Das entspreche einer Investition von 796 Euro je Einwohner. (do)
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