Ein „Schaffer“ und Motivator
Beerdigung von Siegmund Bayer: Pfarrer und Schützen-Vorsitzender würdigen Verdienste

Für die "Sebastian"-Schützen aus Oberbibrach war es eine Selbstverständlichkeit, ihrem Ehrenvorsitzenden Siegmund Bayer das letzte Geleit zu geben. Bild: flk
Vermischtes
Vorbach
30.12.2015
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Groß war die Trauergemeinde, die Siegmund Bayer auf seinem letzten Weg begleitete. Nach langer Krankheit war der bekannte und beliebte Vorbacher - Ehrenvorsitzender der Oberbibracher "Sebastian"-Schützen - am 22. Dezember gestorben.

Geboren wurde Siegmund Bayer 1933 in Vorbach. Im Alter von zwölf Jahren erlebte er das Kriegsende und die Zerstörung seines Heimatorts. 1957 heiratete er; vier Kindern schenkte seine Frau Inge das Leben. Vor 13 Jahren erlitt Bayer einen Schlaganfall und war seitdem an Bett und Rollstuhl gefesselt.

Im Trauergottesdienst charakterisierte Pater Adrian Kugler in seiner Predigt Siegmund Bayer als "Schaffer", der es verstanden habe, andere zum Mitmachen zu motivieren. Trotz seiner Krankheit habe er nicht aufgegeben. Dank und Anerkennung sprach Pater Adrian Bayers Ehefrau Inge für die jahrelange Pflege aus.

"Auch wenn wir jetzt das Kind in der Krippe betrachten: Auch das Kreuz gehört zum Leben Jesu dazu. Doch die Botschaft geht weiter: Es endet nicht mit dem Kreuz, sondern mit der Auferstehung", hob der Geistliche hervor. Siegmund Bayer habe gewusst, was es heißt, "Krippe und Kreuz, Freud und Leid zu tragen".

Nach dem Gottesdienst setzte sich, angeführt von der Kirchenthumbacher Blaskapelle, ein langer Trauerzug zum Friedhof in Bewegung. Am offenen Grab würdigte Gerhard Thurn, der Vorsitzende der St.-Sebastian-Schützen, die Leistung Siegmund Bayers. Während seiner Zeit an der Spitze des Schützenvereins - von 1991 bis 2000 - habe er viel bewegt und in Gang gesetzt: Mit seiner Amtszeit sei eine neue Ära angebrochen. Sein besonderes Augenmerk habe dabei der Jugend gegolten. Trotz seiner Krankheit sei der Ehrenvorsitzende den "Sebastian"-Schützen stets verbunden geblieben und, sofern es seine Gesundheit zugelassen habe, immer bei Veranstaltungen dabei gewesen.

Für die Vorbacher Brandschützer dankte Vorsitzender Gerd Retzer Siegmund Bayer für sein Engagement, ideell oder finanziell, zugunsten des Vereins. Seit seiner Jugend habe er der Feuerwehr angehört. Beide Vereinsvertreter legten als Zeichen der Verbundenheit und des Dankes jeweils einen Kranz nieder.
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