Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber und Gold für 25 und 40 Jahre aktiven Dienst geht an elf ...
„Tagtägliches Heldentum“

Bürgermeister Werner Roder, stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger und Kreisbrandrat Richard Meier (von rechts) dankten im Namen von Freistaat, Landkreis, Gemeinde und Feuerwehren (von links) Hannes Hübner, Norbert Schecklmann, Herbert Betzl, Willi Henfling, Helmut Speckner, Heinz Lautner, Michael Sendlbeck, Michael Zaus, Sebastian Pittner und Konrad Schweiger für 25 beziehungsweise 40 Jahre aktiven Dienst in den Feuerwehren Oberbibrach und Vorbach. Bild: wmi
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Vorbach
07.04.2016
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"Als Helden hat man vor zwei Wochen die Spieler des FC Bayern München bezeichnet, als sie gegen den italienischen Serienmeister Juventus Turin einen vermeintlich aussichtslosen Zwei-Tore-Rückstand umgebogen haben. Aber Helden? Helden sind die Spieler des FC Bayern wegen des Sieges für mich lange nicht."

Wirkliche Helden sind für Bürgermeister Werner Roder andere: Menschen mit herausragenden Fähigkeiten oder Eigenschaften, die sie zu hervorragenden Leistungen treiben. Aber: "Manche Helden agieren eher im Stillen, fast unbemerkt von der Öffentlichkeit", erklärte Roder. Im Sitzungssaal des Gemeindezentrums zeichnete er mit stellvertretender Landrätin Margit Kirzinger und Kreisbrandrat Richard Meier elf dieser "stillen Helden" aus.

"Diese elf ,hidden champions' erhalten heute für ihren langjährigen ehrenamtlichen Dienst das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Freistaats", sagte der Bürgermeister und würdigte die Leistungen der treuen Floriansjünger. Sie opferten ihre Freizeit und setzten Gesundheit, eventuell sogar ihr Leben, aufs Spiel, um anderen, die in Not geraten sind, zu helfen. "Das ist tagtäglich gelebtes Heldentum", zollte Roder seinen persönlichen Respekt und den der Gemeinde.

Urkunde und Tabakdose


Mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber für 25-jährige aktive Dienstzeit in der Wehr wurden Albert Groher, Sebastian Pittner, Michael Sendlbeck und Michael Zaus (alle Feuerwehr Vorbach) sowie Norbert Schecklmann (Feuerwehr Oberbibrach) ausgezeichnet. Zudem erhielt jeder eine Urkunde des Freistaats sowie traditionell eine Schnupftabakdose des Landkreises Neustadt/WN.

"Wenn man sich 25 Jahre im Dienst der Feuerwehr für die Allgemeinheit einbringt, dann ist das beachtlich und eine tolle Leistung. Aber wenn man 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst leistet, dann ist das - und ich benutze den Ausdruck sehr selten - wirklich außergewöhnlich und aller Ehren wert", hob der Bürgermeister dann hervor.

Krawatte und Gutschein


Für 40 Jahre aktiven Dienst in der Wehr wurden Willi Henfling, Herbert Betzl, Helmut Speckner und Heinz Lautner (alle Feuerwehr Vorbach) sowie Hannes Hübner und Konrad Schweiger (beide Feuerwehr Oberbibrach) mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold bedacht. Außerdem bekamen sie jeweils eine Ehrenurkunde des bayerischen Innenministeriums, eine Krawatte der Gemeinde Vorbach und aus den Händen von Kreisbrandrat Richard Meier einen Gutschein für einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehr-Erholungsheim Bayerisch Gmain.

Werner Roder freute sich ganz besonders, dass unter den Geehrten zwei Kameraden waren, die schon seit Jahren in Nachbargemeinden wohnen, aber ihrer Heimatwehr nach wie vor die Treue halten: Michael Sendlbeck aus Kirchenthumbach und Helmut Speckner aus Moos. Auch Mitglieder des Gemeinderats sowie die Kommandanten, Adjutanten und Vorsitzenden der Feuerwehren aus Oberbibrach und Vorbach gratulierten den seit Jahrzehnten aktiven Feuerwehr-Jubilaren.

"Großer und wertvoller Dienst"Margit Kirzinger, die den verhinderten Landrat Andreas Meier vertrat, überbrachte den Feuerwehr-Jubilaren den Dank und die Glückwünsche des Landkreises. "Ich bin gerne gekommen, um diese staatliche Ehrung mit vorzunehmen, denn euer ganzjähriger freiwilliger Einsatz ist etwas ganz Besonderes", betonte sie.

Die Ehrung für 25 und 40 Jahre Feuerwehrdienst könne nur ein symbolischer Akt sein, denn die unzähligen Stunden für das Wohl des Nächsten könne niemand wirklich aufwiegen, führte die stellvertretende Landrätin in ihrer Ansprache weiter aus. Die vielen Einsätze sowie Stunden der Ausbildung und Übung seien nicht nur eine ständige Herausforderung für die Feuerwehrleute, sondern auch für deren Familien und Arbeitgeber.

"Für das gesellschaftliche Leben leisten die Feuerwehren ebenfalls einen großen und wertvollen Dienst", hob Kirzinger hervor. Deshalb unterstütze der Landkreis immer wieder nicht unerheblich den Feuerwehrdienst, wie etwa durch die neue Atemschutzstrecke in Windischeschenbach. (wmi)
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