Finanzielle Lage der Gemeinde Vorbach präsentiert sich entspannt
Nur 25 000 Euro Schulden

Vermischtes
Vorbach
22.04.2016
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"Kerngeschäft einer politischen Wählervereinigung ist naturgemäß die Arbeit im Gemeinderat." In Vorbach setzten hier Bürgermeister und die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft immer wieder die entscheidenden Akzente, betonte FWG-Vorsitzender Eduard Stopfer. Die Arbeit in dem Gremium sei sachbezogen und finde in einem guten Klima statt.

Bei der Jahreshauptversammlung im "Dorfwirt" (wir berichteten) verwies Stopfer in seinem Bericht aus dem Gemeinderat auf die inzwischen entspannte finanzielle Situation der Kommune. Einer Gesamtverschuldung von nur 25 000 Euro stünden Rücklagen von etwa einer Million Euro gegenüber. Hilfreich dabei seien höhere Gewerbesteuereinnahmen in den beiden Vorjahren gewesen. Leider zeichne sich aber für 2016 schon wieder ein Rückgang um 80 Prozent gegenüber 2015 ab. Die einzig verlässliche Einnahmequelle bleibe somit die Beteiligung an der Einkommensteuer.

Als größte Projekte für 2016/2017 bezeichnete der Gemeinderat die Errichtung des Dorfladens - mit einer Förderung von fast 60 Prozent - und die Verbesserung der Breitbandversorgung. Letztere bedinge Gesamtinvestitionen von 700 000 Euro bei einem Zuschuss von 80 Prozent. Ab Mitte 2017 werde damit in allen Gemeindeteilen eine Übertragungsrate von 30 Megabit pro Sekunde möglich sein, teilweise aufgrund von Glasfaserleitungen sogar deutlich mehr.

Nur 14 Prozent Eigenanteil


Der Bau des Radwegs von Oberbibrach nach Speinshart gehe in den nächsten Monaten auf die Zielgerade, teilte Stopfer mit. Bemerkenswert sei, dass die Gemeinde bei Gesamtkosten von 370 000 Euro durch geschickte Verhandlungen von Bürgermeister Werner Roder nur einen Eigenanteil von 50 000 Euro - und damit 14 Prozent - zu tragen habe.

Ein großer Erfolg sei schließlich die Einrichtung der offenen Ganztagsschule an der Grundschule in Oberbibrach im Herbst 2015 gewesen. Damit habe die Gemeinde neben Pressath als einzige Kommune im Landkreis den Zuschlag bekommen. Sie habe nun zwar einen etwas höheren Eigenanteil zu leisten, der Vorteil bestehe jedoch in einer optimalen Betreuung der Kinder - wichtig für berufstätige Eltern - durch die vorbildliche Arbeit der "Hängematte". Diese wiederum sei nun in der Lage, die pädagogischen Betreuer angemessener entlohnen zu können.

Start voraussichtlich 2017


Bürgermeister Werner Roder berichtete über den Stand der Planungen für den Dorfladen. In Kürze werde die Baugenehmigung erwartet, mit einer Eröffnung sei 2017 zu rechnen. Er stellte auch das Wohnungsbauprogramm des Freistaats vor, das in den nächsten vier Jahren erstmals den Bau von Mietwohnungen mit 30 Prozent fördere. Für die Gemeinde biete sich damit die Möglichkeit, Leerstände im verwaisten Ortskern neu zu beleben. Derzeit liefen Verhandlungen mit verkaufswilligen Eigentümern. Gleiches gelte für die Schaffung von zusätzlichen Bauplätzen.

Aus dem KreistagÜber seine Arbeit im Kreistag berichtete Manfred Plössner den Mitgliedern. Die FWG-Fraktion habe die Zustimmung zum Etat 2016 auch deswegen verweigert, weil der Hebesatz trotz größeren finanziellen Spielraumes nur um einen Punkt gesenkt worden sei - und weil eine mögliche Verlagerung von Aufgaben der Verwaltung in Gebäude in Eschenbach und Vohenstrauß nicht in Angriff genommen worden sei.

Bei der Betreuung der derzeit rund 1000 Flüchtlinge im Landkreis bescheinigte er Landrat und Verwaltung eine "gute und unaufgeregte Arbeit". Weiterhin verwies er auf eine Veranstaltung zur Energiewende am Montag, 25. April, in Altenstadt/WN. Dort gehe es um die geplanten großen Stromtrassen. (wmi)
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