FW-Kreistagsfraktion
Biomüll und E-Autos

Vermischtes
Vorbach
23.06.2016
13
0

Oberbibrach. Mit Biomüll, Regionalmanagement und E-Mobilität beschäftigte sich die Kreistagsfraktion der Freien Wähler bei ihrer Klausurtagung in Oberbibrach. Ihr voraus gingen Informationsbesuche einer Biomüll-Verwertungsanlage im Landkreis Cham und des Fraunhofer-Instituts in Sulzbach-Rosenberg. Kompetente Referenten dazu kamen aus dem Landratsamt und aus Berlin.

Den aktuellen Stand der Biomüllaktivitäten im Landkreis stellte Hermann Ach vor. Ausgehend von der seit Januar 2015 bestehenden Pflicht, anfallenden Biomüll getrennt einzusammeln, informierte der Sachgebietsleiter am Landratsamt über das Vorhaben, gemeinsam mit dem Landkreis Tirschenreuth und der Stadt Weiden ein Sammelsystem zu verwirklichen. Fraktionssprecher Karl Lorenz begrüßte die angestrebte Zusammenarbeit und wünschte sich auch auf anderen Gebieten eine intensivere Zusammenarbeit zum Nutzen der Region Nördliche Oberpfalz.

Mit Margit Frauenreuther waren verschiedene fortgeschriebene Landkreisentwicklungskonzepte Schwerpunkt der Klausur. Dazu gehörte das im Jahr 2014 vor allem im westlichen Landkreis ausgelaufene Leader-Programm und die Erweiterung von Förderprogrammen bis 2020 auf den gesamten Landkreis. Die Kreisräte erfuhren, dass für beide Zeiträume jeweils circa 1,5 Millionen Euro abgerufen sind.

Als Herausforderung stünden nun die Erstellung eines landkreisweiten Radwegenetzes, der Paneuropa-, sowie der Simultankirchenradweg und das Kooperationsprojekt E-Bike-Region Oberpfälzer Wald an. In der Erarbeitung eines Prospekts für lokal und regional erzeugte Produkte sah Fraunreuther ein wichtiges Vermarktungskonzept. Als Beispiele nannte sie die Consumenta oder Bauernmärkte in der Region. Mit dem Thema Energie wandte sich die Referentin einem weiteren wichtigen Thema zu: "Seit 2007 wurde die durch erneuerbare Energie erzeugte Strommenge auf fast 50 Prozent gesteigert."

Ihre Aussagen erfreuten den dritten Referenten Matthias Groher. Der Geschäftsführer vom Institut "Neue Mobilität" aus Berlin berichtete von vielen Aktivitäten in verschiedenen Regionen Deutschlands. Er bedauerte, dass bei den bundesweit angelegten Projekten "Vier Schaufenster" zur künftigen Mobilität mit 400 Millionen Euro zwar viel Geld ausgegeben wurde, "aber nur wenige produktive Modelle entstanden sind". Er berichtete von einigen regional begrenzten Aktivitäten in den Bereichen Tourismus und Transportwesen in Baden-Württemberg. Im Carsharing von Elektroautos der Gemeinden sah er die Möglichkeit, Elektromobilität zu testen und zugleich eine gute Gelegenheit die Bevölkerung zu motivieren. Groher machte Vorschläge zur Behebung des bestehenden Problems der Ladestationen und berichtete von ersten Ansätzen bei Discountern.

Als Vorbild in Sachen Elektromobilität nannte er Österreich. Dort gibt es seit 1. April ein Förderprogramm, mit dem die Beschaffung von E-Fahrzeugen für Kommunen unterstützt wird. Manfred Plößner nahm dies zum Anlass für seine Anregung: "Der Landkreis sollte bei der nächsten Beschaffungsmaßnahme mit gutem Beispiel vorangehen."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.