Geld für die Jugendarbeit
Gemeinderat Vorbach genehmigt Zuschüsse für Vereine

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Vorbach
17.12.2015
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Insgesamt über 20 000 Euro an freiwilligen Leistungen für die Jugendarbeit bringt die Gemeinde Vorbach 2015 auf. Dies teilte Bürgermeister Werner Roder in der Dezember-Sitzung des Gemeinderats mit. Dazu zählen auch die Zuschüsse für die Jugendarbeit, die das Gremium in seiner letzten Zusammenkunft vor Weihnachten einstimmig beschloss.

"Ich denke, das kann sich für eine kleine Landgemeinde mit gerade einmal 1000 Einwohnern durchaus sehen lassen", machte der Bürgermeister deutlich. "Das Geld ist auch gut angelegt, denn die Kinder und die Jugendlichen sind unsere Zukunft."

Viele Bausteine


Auf der Basis der Mitgliederzahlen und der Anzahl der betreuten Kinder und Jugendlichen erhalten der FC Vorbach 1408 Euro, die Schützengesellschaft St. Sebastian Oberbibrach 535 Euro, die Tennisfreunde Oberbibrach 318 Euro und die Sportkegler Vorbach 237 Euro. Die Jugendlichen in der Vorbacher und der Oberbibrach Wehr können sich über jeweils 150 Euro freuen. Die Landjugendgruppen in Vorbach und Oberbibrach sowie der Motorradclub Oberbibrach erhalten je 100 Euro als zweckgebundenen Zuschuss für die Jugendarbeit. Neben der eigentlichen Vereinsförderung gebe es ein eigenes Budget für die Jugendbeauftragten der Gemeinde und das Kinderferienprogramm (1500 Euro), sagte Bürgermeister Werner Roder bei der Erläuterung der Gesamtsumme von 20 000 Euro. Für die kostenlose Nutzung der Turnhalle durch die Vereine und die Unterstützung der Musikschule in Eschenbach zahle die Gemeinde etwa 3700 Euro.

Der St.-Michael-Verein in Schlammersdorf erhalte 3000 Euro als Zuschuss für eine kleinere Umbaumaßnahme im Kindergarten. Das 2015 neu eingeführte kommunale Begrüßungsgeld für Neugeborene schlage heuer mit 900 Euro zu Buche und etwa 10 000 Euro werde die Gemeinde für das zum Schuljahr 2015/2016 an der Grundschule Oberbibrach eingeführte Modellprojekt "Offene Ganztagsschule" ausgeben, merkte Roder an. Darüber hinaus würden im Gemeindezentrum Räume für die Jugendlichen und den "Miniclub" zur Verfügung gestellt. Schließlich könnten auch die gemeindeeigenen Sportanlagen in Vorbach faktisch kostenfrei genutzt werden.

Broschüre erarbeiten


Magdalena Lautner und Bettina Stickling berichteten über ihre Arbeit als Jugendbeauftragte. Sie regten unter anderem an, dass die Gemeinde eine Broschüre für neu Zugezogene erstellen solle, in der sich Kommune und Vereine vorstellen könnten. Auch einen Ehrungsabend für ehrenamtlich Tätige und einen Zukunftsworkshop für Jugendliche können sich die beiden Jugendbeauftragten vorstellen. Werner Roder dankte für die Vorschläge, bat aber Lautner und Stickling darum, Projekte nicht nur anzuregen, sondern dabei als Jugendbeauftragte auch selbst tatkräftig voranzugehen.

Um die Förderanträge erstellen zu können und die erforderliche Baugenehmigung zu erreichen, erweiterte der Gemeinderat mehrheitlich den Planungsauftrag für den Dorfladen um die Leistungsphasen vier (Baugenehmigungsplanung) und fünf (Vorbereitung der Vergabe: Erarbeiten der Leistungsverzeichnisse). Dagegen stimmten Marga Kreutzer, Irmgard Bauer, Martin Wiesend und Peter Stickling (alle CSU).

"Sandbühl II": Keine Schlaf- und Kinderzimmer im DachgeschossEingehend beschäftigte sich der Gemeinderat mit der beabsichtigten dritten Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung des Bebauungsplanes "Sandbühl II". Wie berichtet, soll am westlichen Ortsrand von Vorbach ein kleines Baugebiet mit zwei Wohnbauparzellen ausgewiesen werden.

Während aus den Reihen der Bürger im Zuge der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung keine Stellungnahme einging, fasste der Gemeinderat einen umfangreichen Abwägungsbeschluss zu den Äußerungen der Träger öffentlicher Belange. Wie schallschutztechnische Berechnungen bestätigen, wird auf den beiden Parzellen in den Dachgeschossen der Wohnbebauung die nachts vorgeschriebene Obergrenze von 40 Dezibel überschritten.

Daher sprach sich das Gremium dafür aus, dort keine besonders schutzbedürftigen Wohnräume - insbesondere keine Schlafzimmer und keine Kinderzimmer - zuzulassen, dafür aber eine Büronutzung. Der Anregung des Sachgebiets Technischer Umweltschutz des Landratsamts, komplett auf Dachgeschosse zu verzichten und nur eine eingeschossige Bebauung zuzulassen, schlossen sich die Räte nicht an. Nicht nur Bürgermeister Werner Roder ging diese Empfehlung zu weit: "Eine eingeschossige Bebauung ist immissionsschutzrechtlich nicht zwingend erforderlich. Zudem passen Bungalows nicht in die umgebende Bebauung."

Sobald einige kleinere Änderungen und Ergänzungen eingearbeitet sind, werden die Planentwürfe zum einen erneut öffentlich ausgelegt und außerdem verschiedenen Fachstellen zur Stellungnahme zugeleitet. (wmi)
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