Gemeinderat bewilligt neues Industriegebiet
Vorbach auf dem Vormarsch

"Westlich von Oberbibrach II" heißt das Gewerbegebiet, das neben den bereits bestehenden Hallen der Firmen "Müä" und "ZS2radteile" zwischen Oberbibrach und Unterbibrach ausgewiesen wird. Bild: do
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Vorbach
26.09.2016
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Nicht jedes Dorf braucht Industrie, hieß es früher. Diese Meinung hat sich ins Gegenteil verkehrt, und Unternehmen fühlen sich auf dem Land wohler denn je. Die Gemeinde Vorbach erweitert deshalb sogar in Oberbibrach ein Gewerbegebiet.

So will die Kommune die Erweiterungsabsichten von Betrieben befriedigen. In der Gemeinderatssitzung brachten Bürgermeister Werner Roder und der Gemeinderat deshalb einen Bebauungsplan einschließlich der Änderung des bisherigen Bebauungsplanes für das neue Gewerbegebiet "Westlich von Oberbibrach II" auf den Weg zur Rechtskraft. Den Brüdern Dominik und Johannes Schecklmann aus Unterbibrach und Stephan Schneider aus Oberbibrach ist es dabei wichtig, Ressourcen zu schonen und nachhaltig zu handeln.

Geschäft läuft


Unter dem Firmennamen "Müä" läuft der An- und Verkauf von Verpackungsmaterial glänzend. Kartonagen-Überproduktionen werden in großen Mengen aufbereitet und online zur Wiederverwendung angeboten. Das Geschäft brummt, und das junge Unternehmen plant eine Betriebserweiterung. Vorgesehen ist der Neubau einer Lagerhalle westlich des früheren Brennereigeländes. Zu den Aufgaben des Unternehmens und der Gemeinde gehört die baurechtliche Absicherung der Vorhaben.

Geschuldet ist die Vergrößerung des Baugebietes auch der Expansion einer weiteren Firma. Die Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen dient optional einer nochmaligen Erweiterung der "ZS2radteile GmbH". Erfolgreich wirbt das Unternehmen auf seiner Produkt-Plattform für Zweirad-Ersatzteile. "Wir wollen diese wirtschaftliche Entwicklung positiv begleiten", betonte Roder. Dabei müsse man jedoch darauf achten, den Interessen Dritter ausreichend Rechnung zu tragen. Damit meint der Gemeindechef vor allem, dass Antragsteller die Kosten der Bauleitplanung tragen.

Kosten im Blick


Der Gemeinderat wählt deshalb das Instrument der sogenannten vorhabenbezogenen Entwicklungsplanung. Weil im Interesse der beiden Gewerbebetriebe liegend, soll ein Durchführungsvertrag zwischen der Gemeinde und den Grundstückseigentümern die Kostenübernahme der Bauleitplanung und den Erwerb von Ausgleichsflächen regeln. Auch die Erschließungskosten sind Bestandteil dieses Vertrags.

Als ersten Schritt billigte der Gemeinderat den Beschluss, den Bebauungsplan "Westlich von Oberbibrach II" aufzustellen. Gleichzeitig macht die Gewerbegebietserweiterung eine Änderung des Flächennutzungsplanes und des Grünordnungsplanes der Gemeinde notwendig. Die Räte waren sich einig, die Änderung der gesamten Bauleitplanung im Parallelverfahren vorzunehmen. Gute Nachrichten kommen auch von der Firma Novem: Das Unternehmen beantragt eine Gebäudeumnutzung auf dem Betriebsgelände in Vorbach. In Teilbereichen einer Lagerhalle will es produzieren. "Zusätzliche Produktionskapazitäten in Vorbach sind ein positives Zeichen", bemerkte Roder. Dem stimmte das Gremium geschlossen zu.
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