Gemeinderat vergibt für neuen Dorfladen Aufträge für über 300 000 Euro
„Feuer frei“ für Bauarbeiten

Die Fundamente sind eingebaut, die Bodenplatte ist betoniert. Jetzt geht es beim Bau des Dorfladens "in die Vollen". In der September-Sitzung vergab der Gemeinderat Aufträge im Umfang von 303 000 Euro. Bild: do
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Vorbach
29.09.2016
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Der Bau des gemeindeeigenen Dorfladens an der Hauptstraße schreitet voran. Nach der Fertigstellung der Bodenplatte vergab der Gemeinderat für weitere acht Gewerke Aufträge an Firmen aus der Region. Je nach Kostenschätzung erfolgte dies nach beschränkter Ausschreibung oder in sogenannter freihändiger Vergabe.

Die Beschlüsse des Gemeinderats in der September-Sitzung im Einzelnen: Die Zimmerer-, Dachdecker- und Spenglerarbeiten wurden für 84 878 Euro an die Firma Wiesnet aus Schlammersdorf übertragen. Auch für das Gewerk Trockenbau erging der Auftrag in Höhe von 49 650 Euro an die Firma Wiesnet.

Die weiteren Arbeiten erledigen: die Firma Jäger aus Eschenbach (Schreinerarbeiten im Umfang von 29 400 Euro), Asphalt- und Isolierbau Weiden (Estricheinbau für 11 926 Euro), die Firma Christian Baumann aus Kemnath (Schlosserarbeiten für 14 773 Euro), Harald Wohlrab aus Eschenbach (Elektroarbeiten für 14 193 Euro) sowie die Firma Busch/Frohnhöfer aus Eschenbach (Malerarbeiten und Wärmeverbundsystem im Umfang von 49 294 Euro).

Ganz knapp war der Unterschied bei den Angeboten für das Gewerk Heizungsbau. Den Zuschlag erhielt die Firma Haustechnik Günthner aus Speichersdorf für 48 280 Euro. Vor der Vergabe der Sanitärinstallation und der Fliesenarbeiten besteht noch Klärungsbedarf. Die Höhe der Vergaben betrug insgesamt 303 000 Euro. Die Auftragssumme liege damit geringfügig unter den Kostenschätzungen des Architekten, versicherte Werner Roder.

Strom aus Sonnenenergie?


Der Bürgermeister empfahl dem Gemeinderat, sich auch mit der Thematik der Eigenstromversorgung zu beschäftigen. Das Dach des künftigen Dorfladens sei zum Beispiel für Stromerzeugung aus Sonnenenergie gut geeignet. Ein Förderantrag beim Amt für Ländliche Entwicklung sei eingereicht, gab Roder bekannt.

Zweifel an der Einhaltung der Kostenschätzung äußerte Gemeinderat Martin Wiesend. Der CSU-Mann rechnet mit einem deutlich über der Kostenschätzung von 750 000 Euro liegenden Aufwand. Ebenso wie seine Kollegin Marga Kreutzer stimmte er gegen die Vergaben.

Aus dem Gemeinderat: "Ja" zu Bauanträgen, Warten auf FörderbescheideEin Austragshäuschen für den Vorbacher Gemeinderat Tobias Lautner vermutete das Gremium hinter dem Bauantrag des Kollegen für ein Gartenhaus. Lautner stellte einen Bauantrag auf "isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes", weil das Blockhaus auf einem Areal errichtet wird, das planerisch nur als Grünfläche ausgewiesen ist. Schmunzelnd erteilten die Gemeinderäte das Einvernehmen - unter der Voraussetzung einer Einweihungsfeier.

Vom Landratsamt bestandskräftig genehmigt, beanstandet die Baubehörde nun die zu kleine Garageneinfahrt auf dem Wohngrundstück von Christine und Hans Bayerl. Das Amt forderte die Eheleute deshalb auf, nachträglich einen Antrag auf Abweichung von der Garagenverordnung zu stellen. Die Polizeiinspektion Eschenbach regte unterstützend eine Tempo-30-Zone für den Bereich der Ortsstraßen "Dorfweiher" und "Dornäcker" an. Zu beiden Maßnahmen signalisierte der Gemeinderat jeweils seine Zustimmung.

Rosemarie Kausler-Heinz schlug in einem Antrag an die Gemeinde eine Obstbaum- und Sträucher-Allee entlang des Radwegs Vorbach-Oberbibrach an. Bürgermeister Werner Roder empfahl ihr, sich an den Landkreis als Eigentümer des unselbstständigen Radwegs entlang der Kreisstraße zu wenden.

Zum Abschlusstermin beim Radwegebau Oberbibrach-Speinshart ist auch der Gemeinderat eingeladen, gab der Bürgermeister bekannt. Geplant ist die offizielle Eröffnung am Dienstag, 11. Oktober, um 16 Uhr.

Die Feuerwehr Vorbach bekommt einen neuen Mannschaftstransportwagen. In Abstimmung mit den Brandschützern seien eine Leistungsbeschreibung erstellt und anschließend bei der Regierung ein Zuschussantrag eingereicht worden, gab Roder bekannt. Nun warte die Gemeinde auf den Förderbescheid. Danach könne das Angebots- und Vergabeverfahren eingeleitet werden.

Auf einem guten Weg ist auch die Verbesserung der Breitbandversorgung. "Die Bewilligung des sogenannten vorzeitigen und damit förderunschädlichen Maßnahmenbeginns liegt vor", frohlockte der Bürgermeister. Mit dem Eingang des Förderbescheides rechnet er noch im Oktober. Dann könne der Vertrag mit der Telekom geschlossen werden und im nächsten Jahr die bauliche Umsetzung beginnen. (do)
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