Kartler, Tätowierer und
eMotorradclub-Jubiläum: Bunte Mischung an Besuchern füllt Stodl und Zeltine Braut

Eine ruhige Hand bewies Tätowierer "Schwede" (rechts), der am Freitagabend und den Samstag über ausgebucht war. Unter anderem ließ sich Biker Zoltan aus Ansbach am Handrücken tätowieren. Obwohl das eine der schmerzhaftesten Stellen ist, kann der Biker noch lachen. Bilder: edo (2)
Vermischtes
Vorbach
06.07.2016
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Oberbibrach. Zu einem kleinen Volksfest entwickelte sich unerwartet der Samstagnachmittag beim MCO-Jubiläum (siehe Artikel unten): Der Stodl und das angebaute Zelt waren proppenvoll besetzt mit Schafkopffreunden. "Eigentlich waren wir von einem gemütlichen Karterer ausgegangen", zeigte sich Vorsitzender Gerald Ackerschewski erstaunt: "Dass dann auf einmal über 100 Leute da standen, hat uns dann doch kurzzeitig überfordert." Aber nach wenigen Minuten hatte der Motorradclub wieder alles im Griff. Bedienung, Grill und Punkterichter wurden kurzerhand aufgestockt, und so musste niemand Hunger oder Durst leiden.

Während die Kartler, die aus ganz Nordbayern angereist waren, fleißig ihre Blätter auf den Tisch klopften, spielte sich in einer Ecke ein ganz anderes Spektakel ab: "Schwede" aus Tirschenreuth, seines Zeichens professioneller Tätowierer von der "Painfactory", war bereits seit Freitagabend ausgebucht. Aufgrund der hohen Nachfrage glühten seine Nadeln, und die Besucher standen im Halbkreis um ihn herum, um das Geschehen zu beobachten.

Neben Namen, Sprüchen und Motiven war vor allem das MCO-Wappen beim Tätowieren beliebt: Mehrere Mitglieder ließen es sich auf Wade oder Schulter verewigen. Und dem aus Ansbach angereisten Biker Zoltan erweiterte "Schwede" sein Tattoo auf dem Handrücken.

Für viele ältere Herren der Schafkopfrunde war dieser Anblick eine Premiere und so nutzten sie Spielpausen zu regelmäßigen Blicken auf die entstehenden Kunstwerke. Als dann die im Schützenhaus feiernde Hochzeitsgesellschaft die Braut ins MCO-Heim entführte, mischten sich auch noch festlich gekleidete Damen und Herren unter die Besucher. Bräutigam Stefan Kastner musste viele knifflige Prüfungen bestehen, um seine Sabrina auszulösen.

Vor allem den aus Einbeck und Hamburg angereisten Bikern bot sich folglich so noch nicht Gesehenes. Aufmerksam studierten die Nordlichter die seltsamen Bräuche der Bayern - mit Sicherheit hatten sie bei ihrer Rückkehr viel zu erzählen. Beim Preisschafkopf setzte sich übrigens Julian Utner aus Oberbibrach äußerst knapp gegen den Grafenwöhrer Edmund Wittmann durch. Dritte wurde Waltraud Fröhlich aus Eckersdorf.
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