Nahversorgung nicht mehr in Förderprogramm enthalten: Gemeinde sucht nach Alternative
Ministerium bremst Vorbacher Dorfladen aus

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Vorbach
06.04.2016
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Eine gute und eine weniger gute Nachricht, was die Förderung des Dorfladens betrifft, vermeldete Bürgermeister Werner Roder in der Sitzung des Gemeinderats. Das Positive zuerst: Die Kommune kann den Antrag auf Förderung aus dem Leader-Programm offiziell einreichen.

Rechtsform "sehr gelungen"


Bei ihrer vergangenen Sitzung in Eslarn hatten die Mitglieder des Entscheidungsgremiums der Lokalen Aktionsgruppe Forum Neustadt Plus (LAG) beschlossen, im Landkreis Neustadt/WN neben dem Markt Eslarn auch für die Gemeinde Vorbach Zuschüsse aus dem Leader-Programm zu befürworten. Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger bezeichnete dabei die Rechtsform des Vorbacher Dorfladens mit Einstieg der Kommune als sehr gelungen. "Dorfläden in ländlichen Regionen sind ein Stück Daseinsvorsorge für die Bevölkerung", führte stellvertretender Landrat und Bürgermeister von Speinshart Albert Nickl dazu aus.

Nachdem sich die LAG klar für die Bezuschussung des Projekts ausgesprochen hat, ist zu erwarten, dass das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Neumarkt als zuständige Behörde die beantragte Leader-Förderung bewilligen wird. Allerdings werde es dies erst tun, wenn das Amt für ländliche Entwicklung Oberpfalz für das Gebäude des Dorfladens eine Förderbewilligung erteilt hat, erläuterte Bürgermeister Werner Roder - ganz nach dem Motto "erst Gebäude, dann Einrichtung".

Als weniger erfreulich bezeichnete er den Umstand, dass das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten kürzlich die Bezuschussung von Dorfläden aus seinem Programm "Dorferneuerungs- und Infrastrukturmaßnahmen zur Umsetzung des Eller-Programms 2014 bis 2020 in Bayern" gestrichen hat. Entgegen der Ankündigung im Jahr 2015 sei die Nahversorgung darin überraschenderweise nicht mehr enthalten.

"Damit kann die Gemeinde für den geplanten Dorfladen die in diesem Verfahren grundsätzlich mögliche Förderung von 60 Prozent der förderfähigen Kosten (Nettobaukosten) leider nicht erreichen", informierte das Gemeindeoberhaupt. "Als Fördergrundlage verbleiben somit die Dorferneuerungsrichtlinien."

Einfache Dorferneuerung


Die Kommune strebe nun eine Bezuschussung im einfachen Dorferneuerungsverfahren an. Erste Gespräche dazu führte Werner Roder bereits mit dem Amt für ländliche Entwicklung. Dieses habe auch eine Förderung in Aussicht gestellt, teilte der Bürgermeister mit. Das Verfahren solle heuer eingeleitet werden.
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