650 Besucher in der Sporthalle
Starkes Bier und starke Rede

Cornelia (links) und Desiree Pronath (rechts) begleiteten den gut gelaunten Starkbierredner Walter Butler auf das Podium. Bilder: rid (2)
Freizeit
Wackersdorf
06.03.2016
158
0

Innerhalb weniger Tage war die Veranstaltung ausverkauft. 650 Besucher wollten am Samstagabend mit dabei sein, als die "Hofdorfer Buam" in der Sporthalle aufspielten, der Aurer Jackl "Gstanzln" zum Besten gab und Walter Butler (73) seine 20. Starkbierrede hielt.

Bürgermeister Thomas Falter stach das erste Fass des malzigen Bieres an, das sechs Wochen lang im Gärkeller der Naabecker Brauerei gereift war. Bei einem Alkoholgehalt von 6,4 Prozent hatte es der Gerstensaft in sich.

Die Schwestern Desiree und Cornelia Pronath hakten sich bei Walter Butler ein und begleiteten ihn auf die Bühne. Dort erhob der Starkbierredner den Krug und stieß mit den Gästen auf 500 Jahre Reinheitsgebot an. Als erstes nahm er den Bürgermeister ins Visier, der im brombeer-telekomfarbenen Hemd in die Arbeit kommt und Brautpaare traut, obwohl er gar nicht die Berechtigung dazu hat.

Mesner schläft ein


Den Langer Ossi, der wegen der Sonnenfinsternis mit der Taschenlampe herumlief, konnte Walter Butler beruhigen: "In Wackersdorf wird es nie finster." Mesner Konrad und die Maiandacht: Das ist ein heikles Kapitel. Weil der Konrad beim Vatertagsausflug etwas zu tief in das Glas geschaut hatte und an diesem Tag ausgerechnet auch noch eine Maiandacht war, kam es zum Malheur. Der Mesner schlief während der Andacht ein. Kulturbeauftragter Walter Butler hat schwer zu knabbern am Abriss des Gemeinschaftshauses: "Wo sich einst die BBI-Geschichte abgespielt hat, das alles ist verschwunden." Dafür haben die Wackersdorfer das "Staatliche Schulamt" bekommen. Sehr zum Leidwesen der Schwandorfer. "Wie geht es von Rauberweiherhaus nach Oder?" Für die Feuerwehrleute aus Rauberweiherhaus ist das durchaus ein Problem. Sie haben sich bei einem Einsatz dorthin verfahren.

Das schönste Dorf der Welt haben sie, glauben die Steinberger, seit der neue Brunnen neben dem Rathaus steht. Und natürlich den prominentesten Altbürgermeister. Der Scharf Jackl ist über Nacht zum Fernsehstar geworden. Walter Butler ärgert sich über die Raubritter in der Industriestraße, die ihm 108,50 Euro abgeknöpft haben, nur weil er ein bisschen zu schnell dran war. Lisa und Thorsten Söllner sowie Bettina und Michael Bihler feierten in Wackersdorf die Hochzeiten des Jahres, und Bürgermeister Thomas Falter wurde zum Weltmeister im "Sandweitwurf" gekürt. Wegen der vielen Spatenstiche.

Quakende Frösche


FKK-Alarm gab es im Sommer am Brückelsee. Amtsleiter Harald Trummet und die Vorsitzende der Segelsportgemeinschaft, Karin Rossmann, suchten das Ufer ab und mussten tatsächlich feststellen: "Eine Sauerei." Dem Bürgermeister überreichte Walter Butler den Preis des "Ehrenfroschkönigs", weil er die quakenden Frösche in den Rückhaltebecken vor den genervten Anwohnern in Heselbach verteidigt. Walter Butler ist auf der Suche nach einem Nachfolger und hat Pfarrer Christoph Melzl im Visier: "Wer so gut Gstanzln singen kann wie Sie, der kann auch gute Starkbierreden halten."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.