Veranstalter und Bürgermeister zufrieden
Tausende Besucher beim Mittelalter-Markt

Jonglieren und albern - nach diesem Rezept brachte der Gaukler die Kinder zum Lachen. Bild: doz
Freizeit
Wackersdorf
09.05.2016
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Vier Tage lang konnten Besucher am Ufer des Murner Sees ein paar Jahrhunderte in die Vergangenheit reisen. Ein Mittelaltermarkt lockte laut Thomas Zierfuß etwa 6500 bis 7000 Besucher - darunter viele Gewandete. "Überraschend gut", bilanzierte der Marktvogt. Vor allem das Puppen-Theater und die Wikinger-Schiffe, mit denen Besucher raus auf den See fahren konnten, seien gut angekommen.

Nun geht es für die Mittelalter-Truppe weiter nach München. In 30 bis 40 Orten schlägt sie jährlich ihr Lager in der ganzen Bundesrepublik auf. Hinter dem Event steckt eine Veranstaltungsagentur. Deshalb entgegnete Zierfuß auch der an den Eintrittspreisen lautgewordenen Kritik. Erwachsene zahlten 8 Euro Eintritt, Kinder von 6 bis 16 Jahren 4 Euro. Einige äußerten ihren Unmut über die Preise in sozialen Netzwerken, andere direkt vor Ort. Zierfuß hält dagegen: "Wir machen das nicht hobbymäßig. Hätte es geregnet, wären wir auf den Kosten hocken geblieben." Der Aufwand, der hinter der Veranstaltung stecke, sei groß. Unter anderem spielten zwei Bands, es gab ein Kinderkarussell und zahlreiche Buden. Zierfuß erklärte: "Ich sage es so: Für eine Kinokarte zahle ich 9,50 Euro, für einen ganzen Tag Mittelalter 8 Euro."

Für den Marktvogt sei die Veranstaltung in Wackersdorf ein "Aufbau-Termin" gewesen. Soll heißen: Er und die Mittelalter-Truppe kommen gerne wieder. Vorausgesetzt, die Gemeinde sei zufrieden. Bürgermeister Thomas Falter war am Samstag selbst vor Ort. Er bilanzierte: "Es gab keine größeren Vorfälle und es lief sehr diszipliniert ab." Deshalb spreche von Gemeinde-Seite nichts dagegen, dass die Veranstaltung regelmäßig stattfindet.

Das Thema Eintrittspreise sei allerdings auch beim Bürgermeister aufgeschlagen, der erklärte: "Darüber müssen wir zumindest nochmal sprechen." Ob's allerdings etwas bewirkt sei die andere Frage, da es sich um einen gewerblichen Veranstalter handle. Ein Fazit mit dem Grundstücks-Eigentümer, auf dessen Boden der Markt über die Bühne ging, stehe zwar noch aus. Nach einer ersten Info falle aber auch sein Resümee positiv aus.
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