Bergmännische Traditionen der Nachwelt erhalten
Knappenverein setzt auf Kultur

Der Knappenverein ehrte treue Mitglieder. Das Bild zeigt sie zusammen mit dem Vorsitzenden Jürgen Müller (Zweiter von rechts), Bürgermeister Thomas Falter und dem stellvertretenden Landrat Jakob Scharf (von links). Bild: rid
Kultur
Wackersdorf
04.02.2016
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Die Tanzgruppe, der Singkreis und die Bergmannskapelle - mit diesen drei Gruppen präsentiert sich der Knappenverein in der Öffentlichkeit. "Wir wollen an unseren Wurzeln festhalten und weiter an die bergmännische Tradition erinnern", betonte Vorsitzender Jürgen Müller bei der Hauptversammlung in der Gaststätte "Glück Auf".

Auch Bürgermeister Thomas Falter fühlt sich dieser Tradition verpflichtet. Mit dem Tertiärwald, der Brikettpresse, dem Film "Erben des Tertiär" sowie der Organisation der Berggeistwanderungen bringe die Gemeinde diese enge Verbindung zum Ausdruck.

Kritischer betrachtete stellvertretender Landrat Jakob Scharf die Entwicklung. Mit dem Ausstieg aus der Kohle prophezeite der Steinberger Altbürgermeister den Bergmannsvereinen ein ähnlich es Schicksal wie den Reservistenvereinen nach der Abschaffung der Wehrpflicht. Der Knappenverein zählt 299 Mitglieder. Der Leiter der Bergmannskapelle, Andreas Königsberger, berichtete von den Auftritten der 18-köpfigen Gruppe innerhalb und außerhalb des Gemeindegebietes. "Das Heinrich-Korn-Gedächtniskonzert 2015 erlebte wieder einen hervorragenden Besuch und bildete den Höhepunkt", so der Kapellenleiter. Organisationsleiterin Liane Tischner warf ihren Blick bereits auf das Jahr 2017, wenn der Knappenverein gemeinsam mit dem Schützenverein das Bürgerfest ausrichten wird.

Der Singkreis sei aktiv, bei der Knappentanzgruppe wünscht sich Liane Tischner "mehr männliche Akteure". Die Ehrungen schlossen sich an (Kasten).

Die GeehrtenBei der Jahreshauptversammlung des Knappenvereins wurden Mitglieder für 25-, 40- und 50-jährige Zugehörigkeit zum Traditionsverein ausgezeichnet. 25 Jahre sind Alfred Bösl und Gerhard Hagen dabei, seit 40 Jahren Heinrich Edbauer. Für 50 Jahre wurden geehrt: Alfred Baumer, Josef Beer, Johann Besenhardt, Ludwig Falter, Otto Gleixner, Georg Huf, Karl Jäger, Josef Kammerl, Johann Kulzer, Herbert Mages, Franz Merl, Johann Mühl, Anselm Mühlbauer, Friedrich Oertel, Ludwig Plössl, Albert Probst, Georg Reiger, Alois Schmid, Adolf Schmid, Wolfgang Schneeberger und Willibald Spandl. (rid)
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