BBI-Geschichte in Kurzform

Auch die Bergmannskapelle ist im Film "Erben des Tertiär" zu sehen und zu hören. Bild: rid
Lokales
Wackersdorf
23.01.2015
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Der Dokumentarfilm "Erben des Tertiär" war nicht nur beim "Zwickl-Festival" ein Erfolg. Die Verwaltungsgemeinschaft Wackersdorf verkauft nun Kurzversionen.

Für vier Euro bietet die Gemeinde eine 20-minütige Version des Films im DVD-Format an und reagiert damit auf den Wunsch der Bürger und vor allem der Schulen, denen die 85-minütige Vollversion des Dokumentarfilms zu lang ist. Dies kündigte Bürgermeister Thomas Falter bei einer Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft Wackersdorf-Steinberg am See an.

Der Film zeichnet die Geschichte des Braunkohlebergbaus in Wackersdorf und Steinberg am See nach. Interviews mit Zeitzeugen, alte Amateurfilmaufnahmen, Fotos und Spielszenen beschreiben die historischen Ereignisse und die Entwicklung von der Entdeckung der Braunkohlevorkommen im Jahre 1800 bis zur Schließung der Bayerischen Braunkohleindustrie AG (BBI) im Jahre 1982. Ergänzt werden die Aufnahmen durch aufwendige 3-D-Animationen, die einen Eindruck vom Aussehen der alten Ortschaft Wackersdorf vermitteln, die 1950 dem Braunkohleabbau weichen musste. Der Film zeigt auch, wie es nach der Schließung der BBI weiterging. Die Auseinandersetzung um die WAA und die spätere Ansiedlung des Innovationsparks nehmen einen breiten Raum ein.

Über 30 Jahre nach dem Ende der Braunkohleindustrie lassen die Gemeinden Wackersdorf und Steinberg am See die Bergbaugeschichte neu aufleben. In einer szenischen Wanderung um den Knappensee erinnert Museumsleiter Karl Jobst an die Bedeutung des Braunkohleabbaus im Revier Wackersdorf-Steinberg. In den Film sind die szenischen Darstellungen von Berufsschauspielern eingearbeitet.

Nur zwei Besucher haben in den vergangenen vier Monaten die zusätzliche Sprechstunde am Mittwoch im Steinberger Rathaus angenommen, bei der ein Angestellter der Verwaltungsgemeinschaft anwesend war. Die VG-Vertreter beschlossen deshalb, das Angebot zum 1. Februar einzustellen. Stellvertretender Vorsitzender und Bürgermeister Harald Bemmerl wies darauf hin, dass die Bürger in der Regel zu ihm zur Sprechstunde kämen, und zwar Montag und Donnerstag jeweils von 17 bis 18 Uhr.
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