Bei SPD-Konferenz anständigen Umgang mit Flüchtlingen angemahnt
Eine moralische Pflicht

MdL Franz Schindler. Bild: Götz
Lokales
Wackersdorf
27.11.2014
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Bei einer Konferenz von SPD-Kommunalpolitikern aus der Oberpfalz am Samstag plädierte Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs dafür, Flüchtlinge als Mitbürger zu begreifen und zu behandeln und sie willkommen zu heißen.

Das Thema Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen müsse nach Ansicht von Wolbergs in den Städten und Gemeinden offensiv angegangen werden. Zu einer Dramatisierung der Situation bestehe angesichts der objektiven Zahlen kein Anlass, heißt es in der Pressemitteilung. MdB Uli Grötsch gab einen Überblick über das Verfahren zur Aufnahme und Unterbringung von Asylbewerbern und Bürgerkriegsflüchtlingen und bezeichnete es als wichtige Integrationsmaßnahme, dass das Arbeitsverbot für Flüchtlinge deutlich verkürzt worden sei und dass beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge neue Stellen geschaffen wurden.

Die Regensburger Sozial-Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer erläuterte den SPD-Bürgermeistern sowie Stadt- und Gemeinderäten die Rahmenbedingungen für die Aufnahme von unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen.

Bezirksvorsitzender MdL Franz Schindler erinnerte daran, dass zu Beginn der 90er-Jahre wesentlich mehr Flüchtlinge nach Deutschland gekommen seien als heuer. Es sei deshalb falsch und politisch gefährlich, Begriffe wie "Flüchtlingswelle" zu verwenden. Die SPD wisse aus leidvoller Geschichte, was es bedeute, sein Land verlassen zu müssen und habe deshalb nicht nur die politische Aufgabe, sondern auch die moralische Pflicht, dafür zu sorgen, dass mit Flüchtlingen anständig umgegangen werde. Er sei stolz darauf, dass sich SPD-Oberbürgermeister und Bürgermeister in der Oberpfalz nicht wegduckten, sondern die Aufgabe zusammen mit vielen engagierten Bürgern beherzt angingen.
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