Braunkohle in der Brückenfunktion bei der Energiewende - IGBCE warnt vor Komplettausstieg
Angst vor dem Arbeitsplatzverlust geht um

Hartmuth Baumann, Bezirksleiter der Industriegewerkschaft "Bergbau, Chemie, Energie", sieht die Braunkohle als Brückenenergie. Bild: rid
Lokales
Wackersdorf
26.05.2015
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Hartmuth Baumann, Bezirksleiter der Industriegewerkschaft "Bergbau, Chemie, Energie", war sich im Klaren: "Mit meiner Meinung werde ich nicht überall auf Zustimmung stoßen". Bei der Versammlung des BCE-Ortsverbandes im Schwimmbad-Café vertrat er die Auffassung: "Die Braunkohle spielt bei der Energiewende eine Brückenfunktion".

Aus der atomaren und fossilen Energietechnik gleichzeitig auszusteigen, werde nicht funktionieren, ist Hartmuth Baumann überzeugt. Es gehe nicht nur um die Umwelt, sondern auch um Arbeitsplätze. Der BCE-Funktionär bringt Verständnis auf für die Kollegen im Bergbau, "die um ihre Existenz fürchten".

Tipps zum Einbruchsschutz

An einem geschichtsträchtigen Standort wie Wackersdorf, der die Braunkohleförderung 1982 einstellen musste, werde er mit seiner Auffassung nicht auf ungeteiltes Echo stoßen, war sich Hartmuth Baumann bewusst. Ortsvorsitzender Franz Hauser lud zur Teilnahme am Sommerfest in Oder (17. Juli) ein und merkte den Termin "18. Oktober" vor. An diesem Tag wird er im Schwimmbad-Café Jubilare ehren. Polizeioberkommissar Wolfgang Sennfelder gab den BCE-Mitgliedern Ratschläge zur Sicherung ihrer Häuser vor Einbrechern. Der Berater der Polizei nannte die Terrassentüren und Fenster im Erdgeschoss als Schwachstellen. 70 Prozent der Einbrecher gelangten auf diesem Weg ins Haus.

Die Fenster oder Türen würden einfach aufgehebelt. Der Polizeibeamte rät deshalb zur "Nachrüstung". Rund 2000 Euro, je nach Anzahl der Fenster, schätzt der Experte, müssten die Hausbesitzer in mehr Sicherheit investieren.

Vor allem Außenbereiche

Die Täter arbeiten immer professioneller. Und sie gehen, wie die Polizeiexperten wissen, meist nach dem gleichen Schema vor. Sie kundschaften die "Objekte" vorher aus und nutzen die Gunst der Stunde. Und es sei ein Trugschluss, zu denken, "dass Einbrecher es nur auf Villen abgesehen haben". Ganz im Gegenteil. Von Luxus-Häusern lassen sie eher die Finger, "weil diese meist alarmgesichert sind".

Gefährdet seien, so die Erfahrung der Polizei, vor allem Häuser am Ortsrand. Einbrecher haben es fast nur auf Bargeld und Schmuck abgesehen. "Sie werden keinen Flachbildschirm aus dem Haus tragen", so der Polizeibeamte.

Psychischer Schaden

Aber nicht der materielle Schaden, der bei einem Einbruch entstehe, sei das Problem. Er werde in der Regel von der Versicherung ersetzt. "Das Schlimmste", weiß Wolfgang Sennfelder aus seiner jahrelangen Erfahrung, "das ist der psychische Schaden, den die Menschen erleiden, wenn jemand in ihre Privatsphäre eingedrungen ist".

Der Fachberater der Kriminalpolizei hat schon mit vielen Leuten gesprochen, die auch lange Zeit nach einem Einbruch in ihrem Haus nicht mehr schlafen konnten.
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