Energie vom Schuldach

Lokales
Wackersdorf
22.10.2015
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Wackersdorf setzt weiter auf erneuerbare Energien. Der Gemeinderat beschloss am Mittwoch, eine Photovoltaikanlage auf die Schule zu packen. Das Dach der Sporthalle bleibt vorerst noch ungenutzt.

Der Gemeinderat setzt damit einen weiteren Schritt des Energie-Nutzungskonzeptes um. Darauf verwies Bürgermeister Thomas Falter. Einstimmig billigte das Gremium am Mittwoch, im kommenden Jahr rund 200.000 Euro im Haushalt für eine Photovoltaikanlage auf der neuen Schule einzuplanen.

735 Quadratmeter Fläche

Uwe Knutzen vom Bauamt hatte drei Gebäude in Gemeinde-Besitz in Zusammenarbeit mit einem Ingenieur-Büro überprüft und neben der Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen auch die baulichen Voraussetzungen im Blick. Sein Ergebnis: Eine Anlage auf der Schule wäre am schnellsten umsetzbar. 735 Quadratmeter Modulfläche wären möglich, gut 41.600 Kilowattstunden Strom könnte die Anlage erzeugen. Damit könnten rund 51 Prozent des Stromverbrauchs der Mittelschule gedeckt werden, rechnete Knutzen vor. Nach knapp zwölf Jahren würde sich die Anlage amortisiert haben - mit einer angesetzten Lebensdauer von 20 Jahren würde die Anlage also noch einige Jahre Geld in die Gemeindekasse spülen.

Keine Mehrheit

Das Anwesen Sportplatzstraße 23 wurde ebenfalls überprüft - hier errechnete Kuntzen weniger positive Zahlen. Bettina Lohbauer (CSU) beantragte dennoch, hier eine Solaranlage zu installieren. Gegen zwei Stimmen wurde dies abgelehnt, jedenfalls für das kommende Jahr.

Das Dach der Dreifachsporthalle würde ebenfalls Platz für eine große Anlage bieten: Über 900 Quadratmeter Modulfläche wären hier möglich. Allerdings schlug Knutzen vor, hier mit der Installation einer Voltaikanlage zu warten, bis das Flachdach saniert werden muss. Gerhard Eilers (FW) pflichtete bei und brachte auch die Architektur der Halle ins Spiel.

Die Außenanlage der alten Schule ("26er-Bau") werden umgestaltet. Hier soll das Mehrgenerationenhaus entstehen, und das Umfeld soll der neuen Nutzung des Gebäudes Rechnung tragen. Aus dem bisherigen Parkplatz vor dem Gebäude soll eine unterschiedlich nutzbare Grünfläche entstehen, die Zuwegungen sollen gepflastert werden. Von der Hauptstraße aus gesehen rechts neben dem Gebäude sind in einer Grünanlage getrennte Spielplätze für verschiedene Altersgruppen geplant. Als Parkplatz wird der Hof hinter dem Gebäude genutzt. Ob der 1968er-Bau bestehen bleibt, wird erst das Stadtentwicklungskonzept weisen. Möglicherweise bietet sich hier Gelegenheit, das Parkplatzproblem zu lösen, das sowohl an der Sporthalle als auch am Marktplatz herrscht.
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