Haus für alle Generationen

Bürgermeister Thomas Falter gab am Montag den Startschuss für den Umbau des "1926er"- Schulgebäudes in ein Mehrgenerationenhaus. Bild: rid
Lokales
Wackersdorf
08.10.2015
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Das alte Schulgebäude bekommt neue Bedeutung: Aus dem "1926er"- Bau wird ein Mehrgenerationenhaus. Bürgermeister Thomas Falter setzt mit dem Gemeinderat auch auf das Engagement der Bürger.

Am Montag fiel der Startschuss für den Umbau des "1926er" Schulgebäudes zum Mehrgenerationenhaus. Die Gemeinde wird bis Ende 2016 drei Millionen Euro investieren. "Es soll ein Haus der Begegnung für Jung und Alt und eine Anlaufstelle für alle Bürger werden", wünscht sich Bürgermeister Thomas Falter. Unabhängig von Alter, Kultur und Religion. Mit der Einrichtung wolle Wackersdorf den Wirtschafts- und Schulstandort stärken sowie das Ehrenamt und die Freiwilligkeit im Ort fördern.

Großzügige Räume

Im Erdgeschoss des Mehrgenerationenhauses, das einen barrierefreien Zugang und einen behindertengerechten Aufzug erhalten wird, entstehen ein 200 Quadratmeter großer Raum zur Mehrfachnutzung und ein Jugendtreff (110 Quadratmeter). Im ersten Stock kann sich die Musikschule auf 250 Quadratmetern ausbreiten. Auf der gleichen Etage wird auch Platz geschaffen für die Gemeindebücherei (265 Quadratmeter). Die Verwaltung zieht in den zweiten Stock. Im Keller ist ein 185 Quadratmeter großer Gymnastikraum geplant. "Das Haus wird vom Mitmachen leben", ist sich der Bürgermeister bewusst. Thomas Falter ermuntert die Leute, sich einzubringen und das Haus mit Leben zu erfüllen.

Keine Konkurrenz

Bis zur Fertigstellung soll auch das sozialpädagogische Konzept stehen, kündigte der Bürgermeister an. Das Mehrgenerationenhaus steht auch allen Vereinen und der Kontaktgruppe Behinderte-Nichtbehinderte offen. Die "Schulvorbereitende Einrichtung" will dagegen nicht einziehen, sondern sich eine andere Bleibe suchen. Die Gemeinde hat im Vorfeld alle Vereine und vor allem die Gastronomen in die Planungen mit einbezogen. "Hier soll keine Konkurrenz, sondern ein Miteinander entstehen", gibt Thomas Falter zu verstehen. Die Wirte könnten das Catering übernehmen.

Sandstein bleibt

Das Gebäude ist mittlerweile entkernt. Die Sandstein-Optik der Fassade soll erhalten bleiben. Die Gemeinde erwartet eine sechsstellige Summe aus dem Städtebauförderungsprogramm. Was aus dem benachbarten "1968er" Schulgebäude wird, kann der Bürgermeister derzeit noch nicht sagen. Nur so viel: "Ich glaube nicht, dass es stehen bleibt". Die schlechte Bausubstanz rechtfertige keine Sanierung.
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