Kreisel-Bau erst im Frühjahr

Bürgermeister Thomas Falter (links) ließ sich von Planer Werner Renner (rechts) und den Vertretern der Firmen über den Stand des Straßenausbaus informieren. Bild: rid
Lokales
Wackersdorf
06.11.2015
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Sicherheit vor Schnelligkeit: Nach diesem Grundsatz stimmten die Gemeinderäte mit Mehrheit für die doppelte Kreisel-Lösung in der Industrie- und Oskar-von-Miller-Straße. Gestern informierte sich Bürgermeister Thomas Falter über den Baufortschritt.

Der Gemeinderat war sich einig über die Notwendigkeit, die 400 Meter lange Verbindungsstraße entlang der Kartbahn auf einer Breite von acht Metern auszubauen. "Täglich bewegen sich 8000 Fahrzeuge auf der Industriestraße in Richtung Innovationspark und Murner See und zurück", gibt Bürgermeister Thomas Falter zu bedenken. Zur Entschärfung der Verkehrssituation an der Kartbahn und am Musikpark habe die Gemeinde handeln müssen. Über das "Wie" gingen die Meinungen allerdings quer durch die Fraktionen auseinander.

Zwei Varianten

Der erste Vorschlag sah eine direkte Einmündung der Industriestraße in die neue Verbindungstrasse entlang der Kartbahn zur Oskar-von-Miller-Straße vor. Eine Linksabbiegespur sollte den Verkehr in Richtung Murner See lenken. Kostenpunkt: 1,565 Millionen Euro.

Variante II empfahl die doppelte "Kreisel-Lösung". Ein Kreisverkehr auf der Industriestraße, ein zweiter an der Oskar-von-Miller-Straße. Diese Lösung ist mit 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Bürgermeister Thomas Falter kann beiden Lösungen "etwas Positives" abgewinnen. Die direkte Verbindung würde zwar den Verkehrsfluss aufrecht erhalten, stelle aber gerade in den Sommermonaten ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Linksabbieger dar. Die Lösung mit dem Kreisverkehr sei zwar sicherer, hemme aber den Verkehrsfluss. "Wir müssen uns auch im Klaren sein", so der Bürgermeister, "dass wir dann ungewöhnlich viele Kreisel auf engstem Raum haben werden". Bei der Abstimmung war der Fraktionszwang aufgehoben. Die Mehrheit der Gemeinderäte stimmte für die doppelte Kreisellösung, die jetzt umgesetzt wird. Bis Mitte 2016 soll die Maßnahme abgeschlossen sein. "Wir bekommen keine Förderung", erklärt Falter. BMW beteilige sich allerdings an den Planungskosten.

"Keine Sprengungen"

Der Geschäftsführer des Planungsbüros "Renner + Hartmann Consult GmbH", Werner Renner, betonte, dass sich die Arbeiten für den Rest des Jahres auf den Ausbau der Fahrbahn beschränken werde. "Es wird zu keinen Sperrungen kommen", so sein Versprechen. Erst im Frühjahr 2016 werde man die beiden Kreisverkehrsplätze mit einem Durchmesser von 45 Metern in Angriff nehmen.
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