Nur für wirklich Notleidende

Weiß-Blau und heimatverbunden: CSU-Kreisvorsitzender MdL Alexander Flierl hielt ein Plädoyer für "ein christlich geprägtes Land Bayern und dessen Bräuche". Bild: rid
Lokales
Wackersdorf
19.02.2015
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Der CSU-Kreisvorsitzende befürwortet zwar "einen Dialog der Kulturen", lehnt aber eine Vermischung ab. Denn: "Bayern muss christlich bleiben", betonte er beim politischen Aschermittwoch.

"Näher am Menschen" sei für die CSU keine hohle Phrase, sondern gelebte Realität. Beim ersten politischen Aschermittwoch des CSU-Ortsverbandes in den "Rathausstuben" hielt MdL Alexander Flierl ein Plädoyer für "ein christlich geprägtes Land Bayern und dessen Bräuche".

"Bürokratie-Monster"

Für Alexander Flierl beruht der Erfolg Bayerns auf drei Säulen: Politische Weichenstellungen, Fleiß der Bevölkerung und Innovationskraft der Unternehmer. "Der Arbeitgeber ist nicht unser Feind-, sondern unser Vorbild", so der Redner. Im Gegensatz zur SPD, die "alle Arbeitgeber unter Generalverdacht" stelle und "alles staatlich reglementieren" wolle, "siehe den gesetzlichen Mindestlohn". Um ihn zu kontrollieren, entstehe ein Bürokratie-Monster, "das die CSU ablehnt". Das Mitglied des Landtages rühmte die Vorbildfunktion Bayerns beim Schuldenabbau, bei der Digitalisierung und bei der Stärkung des ländlichen Raums. Flierl verdeutlichte die "Heimatstrategie" mit den Worten: "Wir wollen nicht die Leute zu den Arbeitsplätzen bringen, sondern die Arbeitsplätze zu den Menschen". Ein Baustein dabei sei die Verlagerung von Behörden. Wackersdorf bezeichnete der Redner als "gelungenes Beispiel für die Stärkung des ländlichen Raums und politische Weitsicht".

Auch beim Thema "Asyl" zeige die CSU Flagge. Es könne nicht sein, so Flierl, "dass man auf dem Balkan mit Flugblättern das Schlaraffenland Bayern bewirbt". Eine organisierte, massenhafte Einwanderung durch die Hintertür werde sich der Freistaat nicht gefallen lassen. Denn: "Das Asylrecht ist nicht für Wohlstandsreisende, sondern für Kriegsflüchtlinge und politisch Verfolgte geschaffen worden". Den wirklich Notleidenden aus den Kriegsgebieten könne Bayern nur helfen, "wenn wir entschieden gegen Asylmissbrauch vorgehen". Alexander Flierl sprach sich deshalb für "eine Beschleunigung des Asylverfahrens" aus. Gleichzeitig appellierte er an die EU-Staaten, die Aufnahme und Betreuung der Flüchtlinge zu einer Gemeinschaftsaufgabe zu machen.

Wer dauerhaft hier bleiben möchte, den fordert der CSU-Kreisvorsitzende auf, die Sprache zu lernen, sich den Lebensunterhalt selbst zu verdienen, Recht und Gesetz zu achten und "mit uns, statt neben uns zu leben". Wer sich so verhalte, sei uns willkommen, betonte Alexander Flierl. Parallelgesellschaften aber werde die CSU nicht dulden.

Gute Zusammenarbeit

CSU-Ortsvorsitzender und Bürgermeister Thomas Falter betonte "die soziale Verantwortung" seiner Gemeinde in der Asylfrage und verwies auf das bürgerliche Engagement bei der Betreuung der Flüchtlinge. Er lobte die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat und machte sie wesentlich dafür verantwortlich, "dass Wackersdorf heute so gut dasteht".

Die Gemeinde werde die bisherige Wirtschafts- und Fremdenverkehrspolitik fortsetzen und die Weichen für die Zukunft richtigstellen, versicherte der Bürgermeister . Mit acht Mitgliedern stelle die CSU die stärkste Fraktion im Gemeinderat.
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