Schnitzel und ein Bier

Lokales
Wackersdorf
19.09.2015
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Die Wackersdorfer müssen künftig weniger für ihr Trinkwasser bezahlen. Reich wird von der Ersparnis zwar niemand, aber immerhin reicht sie laut Bürgermeister Thomas Falter "für ein Schnitzel und ein Bier".

Die Gebühren für die Wasserversorgung und den Kanal werden alle vier Jahre neu kalkuliert. Das Büro "Kommunalberatung Bieramperl und Mühlbauer" legte die Ergebnisse dem Gemeinderat am Mittwoch vor. Das Ergebnis: Ab 1. November 2015 erden für den Kubikmeter (1000 Liter) verbrauchten Trinkwassers 1,29 Euro (bisher: 1,35 Euro, jeweils netto) fällig. Die Kanalgebühr steigt um einen Cent auf 1,20 euro pro Kubikmeter, für Niederschlagswasser bleibt die Gebühr von 8 Cent je Quadratmeter Grundstücksfläche. Für einen Durchschnittshaushalt mit 200 Kubikmeter Wasserverbrauch ergibt sich so eine Einsparung von knapp 11 Euro im Jahr. "Wir liegen mit den Gebühren im unteren Bereich," sagte Falter. Die Senkung des Wasserpreises ergibt sich aus einer leichten Überdeckung, die in den vergangenen vier Jahren aufgelaufen ist. Die Kommunen sind verpflichtet, die Versorgung kostendeckend zu betreiben. Über- oder Unterdeckungen werden in der jeweils nächsten Kalkulation ausgeglichen.

Kanal-Beiträge steigen

Die Herstellungsbeiträge für die Wasserversorgung sinken für die Grundstücksflächen von 1,53 auf 1,09 Euro, für Geschossflächen bleibt der Satz bei 5,69 Euro je Quadratmeter. Teurer werden die Beiträge für Häuslebauer für den Kanal. Pro Quadratmeter Grundstücksfläche werden 1,24 Euro (bisher 1,08 euro) fällig, für die Geschossflächen 11,29 Euro statt bislang 9,79 Euro je Quadratmeter. Widerspruch gab's nicht, und so wurden die entsprechenden Satzungen einstimmig beschlossen.

Nebenanlagen erlaubt

Der Gemeinderat will sich und der Verwaltung die Arbeit erleichtern und hat deshalb für neun Baugebiete Gartenhäuschen, Holzlegen und ähnliche "Nebenanlagen" grundsätzlich erlaubt. Die Regelung gilt für Bauten bis zu 75 Kubikmeter umbauten Raumes und einer Grundfläche von maximal 50 Quadratmetern. Hundehütten, Zufahrten und Zuwegungen sind nun auch außerhalb der Baugrenzen erlaubt. Die Abstandsregelungen zu den Nachbarn bleiben unberührt. Folgende Bebauungspläne wurden entsprechend geändert: "An der Fabrikstraße", "Dürrnschlag" I und II, "Dreieichenseugen", Heselbach Nord und -West, Wackersdorf-Süd, Rauberweiherhaus und das Kleinsiedlungsgebiet Grafenricht.
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