Schutz vor Hochwasser

Im Baugebiet Heselbach Nord entstehen derzeit Rückhaltebecken, die das Oberflächenwasser aus der Natur aufnehmen und die angrenzende Wohnbebauung vor Überschwemmungen schützen sollen. Bild: rid
Lokales
Wackersdorf
21.09.2015
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Die Bewohner im Baugebiet Heselbach Nord wundern sich über die Erdbewegungen vor ihren Häusern und fragen im Rathaus nach. "Es handelt sich um Maßnahmen zum Hochwasserschutz", erklärte Bürgermeister Thomas Falter in einem Pressegespräch am Freitag.

Die Gemeinde investiert heuer über eine Millionen Euro in Tiefbaumaßnahmen zur Regenrückhaltung. Nach dem starken Hochwasser 2009 gab das Wasserwirtschaftsamt neue Empfehlungen heraus. Aus den bestehenden 13 kleinen sollten drei große Rückhaltebecken werden, die das Oberflächenwasser aus der Natur aufnehmen.

Keine Belastung

"Die Baumaßnahme ist der Topographie geschuldet", machte der Bürgermeister deutlich. Die Gemeinde stehe in der Verantwortung und müsse bauliche Vorkehrungen treffen. Thomas Falter bat um Verständnis, dass einer der Spielplätze dem Hochwasserschutz weichen müsse. Die gute Nachricht: Die Bewohner des Baugebiets Heselbach Nord werden finanziell nicht belastet.

Die ersten Berechnungen für die Regenrückhaltemulden stammen bereits aus dem Jahre 2002. Das Wasserwirtschaftsamt hat inzwischen neue Grundlagen zur Regen-Bemessung erstellt. Dabei hat sich ergeben, "dass die ursprünglichen Kaskaden an der Westseite des Baugebietes zum Schutz nicht mehr ausreichen". Bei starken Regenereignissen sei die Wohnbebauung von Überschwemmung bedroht, so das Ergebnis der Untersuchungen. Die Baumaßnahme soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das gestaute Wasser fließt von den Rückhaltebecken in offene Gräben und Kanalleitungen und weiter entlang der Steinberger Straße in den "Wunschweiher". Die Rückhaltebecken stoßen nicht bei allen Anliegern auf Gegenliebe. Der Grund: Quakende Frösche, die sich in einem der bestehenden Becken niedergelassen haben. Allerdings dürfte es auch einige geben, die ein Froschkonzert einem vollgelaufenen Keller vorziehen.
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