Senioren-Nachfrage zu gering

Aus dem geplanten Seniorenpark im Baugebiet Wackersdorf-Süd wird nun nichts. Die Firma Steininger stellte den Antrag auf Rückführung zur ursprünglichen Bebauung. Bild: rid
Lokales
Wackersdorf
12.12.2014
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Die Gemeinde nimmt auch 2015 viel Geld in die Hand, um infrastrukturelle Maßnahmen zu realisieren. Ein neues Baugebiet findet Resonanz. Ein Vorhaben muss allerdings wegen mangelndem Interesse ad acta gelegt werden.

Im Baugebiet Wackersdorf-Süd wollte die Firma Steininger (Neunburg vorm Wald) einen Seniorenpark mit barrierefreien Wohneinheiten und einem Zentralgebäude errichten. Daraus wird nun nichts. "Die Nachfragen sind zu gering", begründete Günther Gruber bei der Gemeinderatsratssitzung am Mittwoch den Rückzug.

Die Rückführung

Der Abteilungsleiter für "schlüsselfertiges Bauen" versicherte: "Es wäre ein Wunschprojekt unserer Firma gewesen". Dem Grundstückseigentümer fehlten aber schlichtweg die Kunden, "die nach diesem Konzept bauen wollten".

Der Plan, einem älteren, aber noch rüstigen Personenkreis die Philosophie des selbstständigen, altersgerechten Wohnens schmackhaft zu machen, sei nicht aufgegangen, so Günther Gruber. Der Gemeinderat gab dem Antrag der Firma Steininger "auf Rückführung zur ursprünglichen Bebauung" statt.

Das Baugebiet Wackersdorf-Süd werde sonst sehr gut angenommen, versicherte Bürgermeister Thomas Falter. Im ersten Bauabschnitt seien nur noch sechs Grundstücke frei. Die günstige Lage an der B 85 und die gute Infrastruktur mit Kinderspielplatz und Einkaufsmöglichkeiten machten das Gebiet vor allem für Familien attraktiv.

2015 möchte die Firma Steininger den zweiten Bauabschnitt erschließen und dort ein Musterhaus errichten. Der Gemeinderat gab grünes Licht für den Ausbau der Meldauer Straße und will dafür im Haushalt 828 000 Euro einstellen. Das Gremium sprach sich ferner für eine FTTB-Verlegung in den Ortsteilen Meldau und Mappenberg im Zuge eines Pilotprojektes aus. Die Gemeinde will sich an den Kosten mit 225 000 Euro beteiligen. Bei der Breitbanderschließung von Imstetten möchte die Kommune mit der Stadt Schwandorf zusammenarbeiten.

Weil die Nachfrage ständig steigt, wird die Gemeinde im kommenden Jahr den Kindergarten "Regenbogen" erweitern und im Haushalt 2015 die nötigen Mittel einstellen.
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