Sicheres Pflaster

Die Bürgermeister Harald Bemmerl (Steinberg am See) und Thomas Falter (Wackersdorf, von links) ließen sich von Inspektionsleiter Armin Kott und seinem Stellvertreter Joseph Decker über die Sicherheitslage informieren. Die ist in beiden Gemeinden gut. Bild: Götz
Lokales
Wackersdorf
21.05.2015
0
0

Etwas mehr als 230 Straftaten registrierte die Polizei in den Gemeinden Wackersdorf und Steinberg am See im vergangenen Jahr. Fürchten muss sich hier niemand: Die Sicherheitslage sei "sehr zufriedenstellend", sagte der Chef der Schwandorfer Inspektion, Armin Kott. Die Zahl der Einbrüche stieg nur leicht.

Von drei Einbrüchen in Wackersdorf und einem in Steinberg berichtete der Erste Polizeihauptkommissar, der am Dienstag mit seinem Stellvertreter Hauptkommissar Joseph Decker die Zahlen im Rathaus vorlegte. Jeweils eine Mehr als im vergangenen Jahr. Die Täter konzentrieren sich überregional gesehen nach Kotts Worten auf Kommunen entlang der Autobahnen und Bundesstraßen. Der Bereich der VG fiel bislang nicht darunter.

"Anders getippt"

Die Bürgermeister Thomas Falter (Wackersdorf) und Harald Bemmerl (Steinberg am See) zeigten sich positiv überrascht angesichts der Entwicklung. "Da hätte ich was anderes getippt", sagte Falter angesichts der Tatsache, dass die Zahl der Gewaltdelikte (schwere oder gefährliche Körperverletzungen) sank. Neun Fälle waren in Wackersdorf, einer in Steinberg zu verzeichnen. "Einfache" Körperverletzungen - meist bei Raufereien - gab's in Wackersdorf 40, in Steinberg 2. Als "gefühlten" Schwerpunkt erwähnte Falter eine Discothek - dort allerdings klappe die Zusammenarbeit mit der Security inzwischen gut, gab Kott zu verstehen. Die Straßenkriminalität sank im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft von 45 auf 29 Delikte, ebenso waren weniger Diebstähle zu registrieren.

Die Polizei verzeichnete einen leichten Anstieg bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. 19 Fälle wurden in Wackersdorf, 5 in Steinberg angezeigt. Der Anstieg sei auch eine Folge davon, dass die Polizei den Kontrolldruck erhöht habe, sagte Kott. In Zusammenarbeit mit den Schulen wollen die Gemeinden weiter Präventionsarbeit leisten.

Keine Verkehrstoten

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist in Wackersdorf leicht auf 175 gestiegen, in Steinberg auf 66 gefallen. Verkehrstote gab es im vergangenen Jahr nicht zu beklagen. In Wackersdorf wurden 48, in Steinberg 9 Menschen bei Unfällen verletzt. Schulwegunfälle sind seit Jahren kein Thema, das führten die Bürgermeister und die Polizeibeamten auf die gute Arbeit der Schüler- und Elternlotsen zurück. Besondere Unfallschwerpunkte gibt es in beiden Gemeinden nicht.

Falter und Bemmerl lobten die gute Zusammenarbeit mit der Polizei, die auch auf dem "kurzen Dienstweg" gut funktioniere. Jede Straftat sei zwar eine zu viel, meinten die Bürgermeister übereinstimmend, dennoch sei die Sicherheitslage in beiden Gemeinden gut.
Weitere Beiträge zu den Themen: Straftat (812)Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.