Sinnvolle Arbeit im Ehrenamt

Regina Suttner warb am Stand der Lebenshilfe erfolgreich für ehrenamtliche Mitarbeiter in der Betreuung von Menschen mit Demenz. Bild: rid
Lokales
Wackersdorf
10.11.2014
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Das Fazit ist schnell gezogen: Diese Menschen leisten wertvolle Hilfe, ihr Engagement ist ein Eckpfeiler in einer funktionierenden Gesellschaft. Die Freiwilligen-Messe sorgt durchaus für Aufmerksamkeit mit entsprechenden Erfolgen.

Regina Suttner vom "Helferkreis für Menschen mit Demenz" hat bei der Freiwilligen-Messe am Sonntag in der Sporthalle Wackersdorf zwei neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen gewinnen können. Die beiden Frauen erkundigten sich am Stand der Lebenshilfe und erfuhren, dass sie in den fünf "Donnerstags-Stüberl" im Landkreis sinnvolle Arbeit leisten könnten. Dort kommen einmal in der Woche rund 50 Menschen mit Demenz zusammen, um unter Anleitung gemeinsam zu singen, zu spielen, zu basteln und sich zu bewegen.

"In dieser Zeit können wir die Angehörigen entlasten", sagt Regina Suttner. Die Sprecherin des Helferkreises ist bei der Betreuung der Demenzkranken dringend auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen. Nach einer fünftägigen Schulung können die neuen Mitarbeiterinnen bereits eingesetzt werden.

Soziales Netzwerk

Auch Artur Gut, Vorsitzender der Nachbarschaftshilfe Wackersdorf, freute sich über zwei Neuaufnahmen. Außerdem konnte er einer Frau, die in Schönsee ähnliche Strukturen aufbauen möchte, wertvolle Tipps geben. Ganz im Sinne des Vorsitzenden der Lernenden Region, Altlandrat Volker Liedtke, der sich von der Freiwilligen-Messe eine weitere Stärkung des sozialen Netzwerkes im Landkreis erhoffte. "Das Ehrenamt macht Spaß", warb Liedtke in seiner Eröffnungsrede um neue Kräfte. Das Ehrenamt trage auch zum Erwerb eigener Kompetenzen bei, die im Beruf und im Alltag von Nutzen seien.

Damit schlug er schließlich den Bogen hin "zur großen Schwester der kleinen Freiwilligen-Messe", der "Bildungsmesse". Es gebe da eine ganze Reihe von Schnittmengen. Veranstalter beider Messen ist der Verein "Lernende Region Schwandorf". Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter sagte in seinem Grußwort: "Ehrenamtlich Engagierte geben ihr Bestes und dieses Beste bemisst sich nicht in Geld." Es gehe vielmehr um eine ganz andere Währung. Es gehe um Zeit, um den persönlichen Einsatz für Kinder und Jugendliche, kranke und alte Menschen, um das Engagement für Kultur, Sport und Politik.

Falter war sich sicher: "Hier bei der Freiwilligen-Messe stellt sich bürgergesellschaftliches Engagement im Landkreis Schwandorf in seiner ganzen Bandbreite und Vielseitigkeit vor." Landrat Thomas Ebeling sah das im Anschluss genauso. Er betonte darüber hinaus freilich noch einen weiteren Aspekt der Messe. Sie biete den bereits ehrenamtlich Tätigen die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen. Wie sein Amtsvorgänger Liedtke war es auch Ebeling wichtig, klar zu machen: "Ehrenamt ist nicht nur Opfer, Ehrenamt kann auch Spaß machen."

Begleitet wurde die Messe am Sonntag von Fachvorträgen zu den Themen Inklusion, Steuerrecht für Vereine, Versicherung im Ehrenamt am Beispiel der Nachbarschaftshilfe Wackersdorf, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. An der Freiwilligen-Messe beteiligten sich 19 soziale Einrichtungen und Wohlfahrtsverbände, zwei mehr als bei der Premiere vor einem Jahr.
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