Tradition verpflichtet

Vorsitzender Jürgen Müller (rechts) ehrte Andreas Beer (links) für 50-jährige Treue zum Knappenverein.
Lokales
Wackersdorf
25.06.2015
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Bei der Generalversammlung am 29. März fand sich kein erster Vorsitzender. Im zweiten Anlauf hat es nun geklappt. Der Knappenverein steht unter neuer Führung.

Jürgen Müller ist neuer Vorsitzender des Knappenvereins mit über 300 Mitgliedern. Bei der Hauptversammlung in der Gaststätte Bösl löste der Bergbauingenieur den zurückgetretenen Vorsitzenden Karl Jobst ab.

Das Gemeinschaftshaus

Jürgen Müller ist im Bergbau groß geworden und bis heute der bergmännischen Tradition verbunden. Schon sein Vater, der Steiger Peter Müller, stand dem Knappenverein in der Zeit von 1971 bis 1975 vor. Sein Sohn Jürgen ging als "Taferlbbua" bei vielen Festumzügen voran. Der neue Mann an der Spitze will den Traditionsverein 107 Jahren nach der Gründung neu beleben und versprach: "Den ersten Kinderbergkittel, der für ein junges Mitglied geschneidert wird, bezahle ich". Zweiter Vorsitzender Fritz Falter zeigte sich enttäuscht von der Mehrheitsentscheidung des Gemeinderats, das ehemalige BBI-Gemeinschaftshaus abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Auch stellvertretender Landrat Jakob Scharf bedauerte den jüngsten Beschluss und sagte: "Reden ist eine Sache, Handeln eine andere ". Er appellierte an die Knappen, sich dennoch weiterhin für den Erhalt der bergmännischen Tradition einzusetzen.

Auch Bürgermeister Thomas Falter, der zusammen mit zwei CSU-Gemeinderäten für eine Sanierung des Gemeinschaftshauses gestimmt hatte, bedauerte die Entscheidung. Steinbergs Bürgermeister Harald Bemmerl sieht den Knappenverein als Bindeglied zwischen den Gemeinden der VG.
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