Umzug für 16 Millionen

Die Neukultur von 6000 Laubbäumen entlang der Industriestraße sei ein Gewinn für die Natur und Verkehrssicherheit, sind sich (von rechts) Bürgermeister Thomas Falter, Bauhofleiter Johann Spandl, Alwin Kleber (Forstamt) und Hubert Fleischmann vom Ameisenschutzverein einig. Bild: Götz
Lokales
Wackersdorf
19.05.2015
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Mit der Neupflanzung von Laubbäumen an der Industriestraße soll auch der bestehende Wald stabilisiert werden. Bei den Arbeiten war Rücksicht angesagt. Das Gebiet ist dicht besiedelt.

(ggö) Entlang der Industriestraße wurde auf einer Fläche von 1,15 Hektar im Herbst Holz eingeschlagen. Die teils instabilen Kiefern gefährdeten die Verkehrssicherheit und forderten regelmäßig den Einsatz der Feuerwehr zum Beseitigen umgestürzter Bäume.

Die Holzarbeiter mussten etwas warten, nachdem der Ameisenschutzverein darauf hingewiesen hatte, dass in dem Wald 16 Völker leben, die sich noch für den Winter satt fressen mussten. "Alles geschah in gutem Einvernehmen", betonten Bürgermeister Thomas Falter und Alwin Kleber vom Forstamt am Montag bei einem Pressetermin vor Ort. Auf dem Streifen wurden nun 6000 Laubbäume gepflanzt: Eichen, Linden und Hainbuchen.

Die 16 Ameisenhügel wurden nicht beeinträchtigt, stellenweise durch stehen gelassene Baumstümpfe geschützt. Die rund 16 Millionen Insekten würden nun "umziehen" und sich näher am Waldrand Platz suchen, erläuterte Hubert Fleischmann vom Ameisenschutzverein Hirschberg. Man gehe davon aus, dass in einem Ameisenhügel rund eine Million Tiere leben.

Die Neukultur werde nicht nur die eingeschlagene Fläche wieder begrünen, sondern auch langfristig eine Stabilisierung des angrenzenden Walds und eine ökologische Bereicherung der umgebenden Nadelholzbestände bewirken. In rund Hundert Jahren werden die Bäume ihre volle Größe erreicht haben. "Eine gute Investition für die nächsten Generationen", sagte Bürgermeister Thomas Falter.
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