Viele kleine Lichter

Eine beeindruckende Messfeier gab es in der Wackersdorfer Kirche zum Weltflüchtlingstag. Mit eingebunden wurden die Gäste aus Eritrea. Bild: hfz
Lokales
Wackersdorf
23.06.2015
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Im Sudan herrschen erschreckende Zustände. Zum Weltflüchtlingstag befassten sich die Firmlinge mit der Thematik. Besuch beim Gottesdienst erhielten sie von Asylsuchenden aus Eritrea.

"Ein Licht für Waw" - mit diesem Slogan weisen die Jugendlichen der Firmvorbereitungsgruppe "Waw" auf die schlimmen Zustände im Südsudan hin. Der sonntägliche Gottesdienst in der Pfarrei St. Stephanus stand ganz im Zeichen Afrikas. Der "afrikanische Geist" drang bis in die letzte Ecke des Gotteshauses. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Band "Cababana" aus Amberg. Mit afrikanischen Rythmen wusste sie die Kirchenbesucher zu begeistern.

Die Jugendlichen der Firmgruppe zeigten in einem Predigt-Spiel viele Probleme des jungen Staates Südsudan auf. Die Leidtragenden seien vor allem Kinder, so die Firmlinge. Viele von ihnen hätten in diesem Krieg ihre Eltern verloren und die Flucht aus dem Südsudan sei oft die einzige Hoffnung. Die von den Firmlingen geschaffene Installation "Ein Licht für Waw" brachte den Kirchenbesuchern die schwierige Situation im Südsudan näher. "Jede Kerze, die sie hier entzünden, bedeutet Hilfe für die Ärmsten", betonte ein Firmling. Die Pfarrei St. Stephanus unterstützt die Patendiözese Waw bereits seit über zehn Jahren. Dass nun auch die Firmlinge mithelfen, ist ein schönes Zeichen. Gemeinsam mit der Pfarrei feierten auch geflüchtete Jugendliche aus Eritrea den Gottesdienst mit. Pfarrer Christoph Melzl beschloss die beeindruckende Messfeier mit einem afrikanischen Segen. Die Installation "Ein Licht für Waw" werde weiter in der Pfarrkirche verbleiben, so Melzl. Er wünsche sich viele kleine Lichter und große Gebete für die Menschen im Südsudan.
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