Gemeidnerat Wackersdorf schlägt Kompromiss vor
Wahrhaft teures Geschenk

Die Flächen am Nordufer des Sees sind im Eigentum der Wackersdorfer, die Planungshoheit liegt bei Schwarzenfeld. Auf Schwarzenfelder Forderungen ging der Wackersdorfer Gemeinderat nicht ein. Bild: hfz
Politik
Wackersdorf
30.05.2016
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Das Verschieben von Grenzsteinen hat schon Kriege entfacht. So weit soll es wegen einer Gebietsänderung am Murner See zwischen Wackersdorf und Schwarzenfeld nicht kommen. Dafür soll ein Kompromissvorschlag aus der Feder des Wackersdorfer Bürgermeisters Thomas Falter sorgen.

Swarzenfeld/Wackersdorf. (ch) Es schien schon alles als Formalie erledigt, da entschied sich der Marktrat in Schwarzenfeld anders. Wackersdorf solle die beantragte Planungshoheit am Nordufer des Murner Sees nur erhalten, wenn die Gemeinde zusätzlich die Baulast für die Schotterstraße am Modellflugplatz und für die Gemeindeverbindungsstraße Raffach-Rauberweiherhaus übernimmt. Die Flächen am Nordufer des Sees sind im Eigentum der Wackersdorfer, die Planungshoheit liegt bei Schwarzenfeld. Auf die Schwarzenfelder Forderungen ging der Wackersdorfer Gemeinderat am Mittwoch nicht ein. Der Grund: In die Baulast für die Straße nach Raffach fallen zwei Brücken, die in absehbarer Zeit saniert werden müssen. Auch die Straße braucht über kurz oder lang eine neue Deckschicht. Kostenpunkt, summa summarum: 140 000 Euro. Die Schotterstraße ist mit relativ geringem Aufwand in Schuss zu halten. 5000 Euro würde das kosten, rechnete Uwe Knutzen von der Bauverwaltung dem Wackersdorfer Gemeinderat am Mittwoch vor. Wackersdorf schlägt nun vor, die Schotterstraße auf einer Länge von etwa 1,5 Kilometer zu übernehmen, dazu das Nordufer des Sees und den Nordgraben, für den die Gemeinde ohnehin schon den Unterhalt trägt. Mehr, da waren sich die Fraktionssprecher mit ihrem Bürgermeister einig, sei nicht drin. Die Verbindungsstraße mit den Brückenbauwerken ist in dem Kompromissvorschlag explizit ausgeschlossen. "Auf diesem halben Weg sollten wir uns treffen", sagte Falter. Die Brücken zu übernehmen, "das geht entschieden zu weit".
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