Gemeinde lässt Energiekonzept fortschreiben
Wärme-Netz bis zur Schule

Es rechnet sich, wenn die Gemeinde die kommunalen Gebäude im Ortskern an das Nahwärmenetz anschließt. Das geht aus einer Studie des "Instituts für Energietechnik" hervor. Bild: rid
Politik
Wackersdorf
28.01.2016
149
0

Die Gemeinde schreibt ihr Energiekonzept fort und hat das "Institut für Energietechnik" an der OTH Amberg/Weiden beauftragt, Möglichkeiten der Wärmenutzung für die kommunalen Einrichtungen zu untersuchen. Diplom-Ingenieur Thomas Janker stellte die Studie dem Gemeinderat am Mittwoch vor.

Im Blickpunkt der Untersuchung stehen die kommunalen Gebäude in der Ortsmitte und auf dem ehemaligen BBI-Gelände. Das Biomasseheizkraftwerk am Wasserturm ist das erste Projekt im neuen Energieentwicklungskonzept der Gemeinde. Es versorgt das Freibad, den Kindergarten, eine Hausmeisterwohnung und die Kegelbahn mit Heizenergie. Das Institut für Energietechnik an der Technischen Hochschule Amberg/Weiden hat das Konzept entwickelt und es nun entsprechend fortgeschrieben.

Nicht bis zur alten BBI


Die Fachleute kamen zu dem Ergebnis: Der Anschluss von Rathaus, Feuerwache, Schulhaus, Sporthalle, Mehrgenerationenhaus und der vier kommunalen Gebäude in der Schulstraße rechnet sich wirtschaftlich. Keinen Sinn habe aber ein Netz bis zum Bauhof und dem ehemaligen BBI-Gelände, auf dem demnächst die neue Gemeinde-Veranstaltungshalle entstehen wird. Bürgermeister Thomas Falter betonte: "Das Rathaus ist vorbereitet auf einen Wärmeanschluss". Auch am neuen Mehrgenerationenhaus würden dafür die Voraussetzungen geschaffen. Über die endgültige Umsetzung werde die Gemeinde aber erst dann entscheiden, "wenn wir wissen, was aus dem alten Schulhaus werden soll". Darüber herrschte im Gremium Einigkeit.

Ebenso wie bei der Bebauungsplanänderung in der Fabrikstraße, in den Baugebieten Dürrnschlag, Dreieichenseugen, Heselbach, Wackersdorf-Süd, Rauberweiherhaus und Grafenricht. Dort sind Nebengebäude mit bis zu 50 Quadratmeter Grundfläche (verfahrensfreie Bauvorhaben) auch außerhalb der Baugrenzen zulässig.

Der Gemeinderat stimmte der Erstellung eines Gewässerentwicklungskonzeptes zu und geht von Kosten in Höhe von 26 000 Euro aus. Dafür gebe es einen staatlichen Zuschuss von 75 Prozent, so der Bürgermeister. Das Konzept sei Voraussetzung für eine 30-prozentige Förderung der Unterhaltsmaßnahmen, die sich die Gemeinde jährlich 35 000 Euro kosten lasse.

ISEK wird erstellt


Die Gemeinde beauftragte ein Bayreuther Büro mit der Umsetzung des ISEK-Verfahrens (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept). Das oberfränkische Unternehmen erhielt bei einer Angebotssumme von 72 845 Euro aus fünf Bewerbern den Zuschlag. Der Gemeinderat stimmte einem Antrag der Johanniter Unfallhilfe zu, die in ihrer neuen Standarte das Wappen der Gemeinde Wackersdorf abbilden will. Anlass für die Anschaffung der Fahne ist das zehnjährige Bestehen des Johanniter-Ortsverbandes.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.